Complex Life-Crash statt One-Big-Fail
Obdachlosigkeit in Liechtenstein entsteht laut «Streetwork Liechtenstein» meist aus einem Mix von Mental-Health-Issues, Sucht, Family-Drama, Jobverlust oder Haft- und Klinik-Exit. Immer on top: Housing-Market-Problem mit zu wenig «geeignetem und bezahlbarem Wohnraum». Unterschieden wird strikt: «wohnungslos» heisst Couchsurfing, Hotel oder Einrichtung; «obdachlos» bedeutet Null Unterkunft und Sleep im öffentlichen Raum.
Endloser Loop und Housing als Main-Quest
Viele Betroffene pendeln jahrelang zwischen Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Cash und Support sind meist da – Sozialhilfe, Taggelder, Renten, Krankenversicherung. «Die grösste Herausforderung besteht jedoch häufig nicht im Zugang zu Unterstützung, sondern darin, eine geeignete und bezahlbare Wohnung zu finden», teilt «Streetwork Liechtenstein» mit.
Streetwork-Mode: Low-Pressure, High-Respect
Gear-Verlust, Weather-Struggle und Scham dominieren den Alltag: «Viele Betroffene versuchen, ihre Situation möglichst unauffällig zu halten und aus Scham vor der Öffentlichkeit zu verbergen.» Streetwork setzt auf Freiwilligkeit: «Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu beraten, zu begleiten und gemeinsam mit ihnen passende Unterstützungsmöglichkeiten zu entwickeln. Die Entscheidung, ob Unterstützung angenommen wird, liegt jederzeit bei den Betroffenen.» Klar ist auch: «Wir haben keinen ordnungspolitischen Auftrag».
