Neue US-Sanktionen im Anflug
Kurz vor dem G7-Gipfel in Italien haben die USA ein frisches Sanktionspaket rausgehauen. Diesmal treffen die Maßnahmen über 300 Personen und Unternehmen, die Russland im Ukrainekrieg unterstützen. Vier liechtensteinische Stiftungen – Cafar, Natwin, Paloma und Spero Foundation – sind ebenfalls auf der Liste gelandet.
Liechtenstein im Fokus
Zum vierten Mal seit Kriegsbeginn hat die US-Regierung liechtensteinische Strukturen im Visier. Die Stiftungen sollen Verbindungen zum russischen Oligarchen Wladimir Potanin haben. Laut dem Office of Foreign Assets Control (OFAC) unterstützt Potanin Putin und gehört mit 23,7 Milliarden Dollar Vermögen zu den Top 5 der reichsten Russen.
EU und Liechtenstein verschonen Potanin
Interessanterweise steht Potanin nicht auf der EU-Sanktionsliste, weshalb Liechtenstein auch keine Maßnahmen gegen ihn ergriffen hat. Experten meinen, dass die Abhängigkeit der EU von Rohstoffen des Bergbaukonzerns Norilsk Nickel der Grund dafür ist.
Vaduzer Treuhandbüro in der Kritik
Die US-Sanktionen beschränken sich diesmal nur auf die Stiftungen. Das Vaduzer Treuhandbüro, das früher mit ihnen verbunden war, hat sich bereits 2023 zurückgezogen. Der Anwalt des Büros fordert eine Korrektur der OFAC-Angaben und betont, dass keine Verbindungen mehr bestehen. Schritte zur Klärung wurden eingeleitet.
