Zünd’s krasser Climb-up soll nur der Einstieg sein

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Vor zwölf Monaten war Serafin Zünd, der 22-jährige Tennis-King aus Gamprin, noch nix im ITF-Ranking. Jetzt steht der Dude auf Platz 264 von fast 2400 Spielern. Krasser Move, oder? Aber Zünd bleibt chillig: „Es lief gut, aber es war jetzt auch nicht der Hammer. Ich hab‘ viele Matches gepowert und konnte mich im Training steigern. Ich hab‘ solide gespielt und mich paar Mal für das Hauptfeld qualifiziert. So hab‘ ich Punkte gesammelt,“ erzählt er.

Das Game aufs nächste Level bringen

Aber das ist erst der Anfang für Zünd. Der nächste Big Deal: Ein Punkt für das ATP-Ranking. Das ist sein Ziel für die nächsten Wochen und Monate. Denn im Lucky Loser Format zählt das ATP-Ranking mehr, als das der ITF. Mit einem ATP-Punkt rückst du bei der Absage eines anderen Players als erster ins Hauptfeld eines Turniers. Aktuell hat Zünd kaum eine Chance als Lucky Loser reinzukommen, also muss er die gesamte Quali durchziehen.

Um diesen ATP-Punkt zu catchen, braucht Zünd einen Sieg in der ersten Runde eines Hauptfeldes. Wäre dann sein erster Step für 2024. Die Top 1000 der ATP sind dann sein nächstes Ziel.

No Xmas, more Training

Zünd hat sogar auf die Weihnachtsfeiertage in der Heimat verzichtet, um dieses Ziel zu erreichen. Er war auf Teneriffa und dann seit dem 18. Dezember in Tunesien, um dort mehrere Qualis für 15 000-Dollar-Turniere in Monastir zu zocken. „Ich war ziemlich fit. Ich wollte nicht direkt nach der Vorbereitung chillen, sondern das Momentum mitnehmen und bin deshalb direkt nach Tunesien,“ erklärt Zünd. Bei vier Turnieren in der tunesischen Küstenstadt schaffte er es zweimal in die letzte Quali-Runde und einmal ins Hauptfeld. Aber er sagt, er kann noch besser: „Ich habe verloren, weil ich nicht immer den Gameplan eingehalten habe. Manchmal bin ich einfach davon abgewichen,“ erklärt er.

Swap von Barcelona nach Wien

Zünd hat auch seinen Trainingsort gewechselt. Von Barcelona ging es im Sommer nach Wien. „In Barcelona habe ich alles mitgenommen und eine gute Zeit gehabt. Aber ich habe gemerkt, dass ich einen Wechsel brauche. Wien wurde mir von einem Trainer empfohlen,“ erzählt Zünd. In Wien liegt der Fokus mehr auf Kondition und Simplizität. „In Spanien hatte jeder Coach seine eigene Idee. In Wien haben alle die gleiche Einstellung und arbeiten sehr ähnlich. So habe ich nicht verschiedene Meinungen,“ beschreibt er die grössten Unterschiede. Wie lange er in Wien bleibt, steht noch in den Sternen. Auch sein Turnierplan für die kommenden Wochen ist noch offen, und damit auch die Frage, wo Zünd als nächstes auf ATP-Punkte-Jagd geht. 

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