Ziele sind wichtig, aber man sollte sie nicht bis ins kleinste Detail durchplanen

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(Bild: Daniel Schwendener)

Selbstreflexion und Empathie im Fokus

Heiner Thorborg, ein Schwergewicht unter den Headhuntern, legt bei Kandidaten Wert auf Selbstreflexion und Empathie. Seine Anfänge bei Egon Zehnder waren ernüchternd: «Als ich bei Egon Zehnder anfing, dachte ich, dass ich tolle Typen kennenlernen werde. Das war ein Desaster, die Kerle waren voll von sich selbst, alles besser wissend. Sie haben die Jobs untereinander verteilt.» Sich beraten zu lassen, sei eine Herausforderung, so der «Doyen der Headhunter» laut FAZ.

Karriere-Krisen und Comebacks

Thorborg wollte immer Chef sein. In Südafrika war er Salesmanager und stand später vor seiner härtesten Niederlage in Europa: Er verlor den „Job seines Lebens“ als Konzernleiter, weil er Vertragsdetails ausplauderte. Also startete er bei Egon Zehnder durch und wurde schließlich eigenständiger Headhunter. Zwei prominente Beispiele des Scheiterns: Christoph Franz mit seinem Preissystem-Flop bei der Deutschen Bahn, der danach bei Swiss, Lufthansa und Roche erfolgreich war. Thorborgs Erkenntnis: «Sei vorsichtig bei der Karriereplanung. Ein Ziel sollte man haben, aber bitte nicht minutiös planen.»

Der unterschätzte CEO

Marc Schneider glänzte bei Fresenius und Nestlé, trat jedoch zurück. Thorborg versteht das nicht: «Er ist für mich der beste Manager, den ich kenne.» Wichtig sei, zuzuhören, denn im Elfenbeinturm sieht die Welt oft anders aus.

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