Wölfe tauchen jetzt auch in der Bündner Herrschaft auf

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(Bild: In der Bündner Herrschaft

Wolf-Vibes im Alpen-Transit

Liechtenstein bleibt Hotspot für durchreisende Wölfe aus Graubünden. M340 vom Muchetta-Rudel war schon am Start, blieb kurz und zog weiter. Aktuell sorgt ein Wolfspaar seit Februar für Attention, nachdem Hirsche nahe Bauernhöfen gerissen wurden. Das männliche Tier M686 stammt laut Amt für Umwelt «aus der italienischen Ursprungspopulation», die DNA vom zweiten Wolf ist noch pending. Fix ist: Bei einem Revier von 50 bis 300 Quadratkilometern wäre das Territory sowieso cross-border.

DNA-Checks und Grenz-Story

Ob das Duo auch in Graubünden chillt, ist laut Arno Puorger noch offen: «Bestätigen kann ich, dass wir auch in der Bündner Herrschaft aktuelle Wolfsnachweise festgestellt haben». Ein fixes Wolfspaar ist dort aber noch nicht nachgewiesen. Das Labor in Lausanne soll klären: «Die Frage der Grenzüberschreitungen wird sich insofern in nächster Zeit beantworten lassen».

Safety-Mode und Wolf-Rules

Trotz Rissen nur rund 50 Meter von Betrieben entfernt stuft das Amt für Umwelt das Verhalten als unbedenklich ein. Für Puorger zählt: «Die Nähe zum Menschen ist dabei weniger wichtig als das Verhalten gegenüber dem Menschen.» Auffällige Tiere werden gemäss nationalem Wolfskonzept gecheckt.

Wolf-Stats und Regulation

Graubünden hostet seit 2012 wieder Rudel, Schweiz-weit sind es rund 40 mit etwa 240 Wölfen. Seit drei Jahren läuft eine proaktive Regulation. Puorger: «Die Effekte der Regulation können wir noch nicht beurteilen, da wir nicht wissen, wie die Situation ohne eine Regulation aussehen würde».

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