Wir wuenschen uns eine extra langweilige Welt

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(Bild: Alain Berset sagt in seinem Vortrag im SAL Schaan: «Wir sollten uns eine langweiligere Welt wünschen.»)

Europarat-Vibes in Schaan

Im SAL Schaan lieferte Alain Berset, seit September 2024 Generalsekretär des Europarats, einen Deep-Talk zur Rolle der Organisation im aktuellen Geo-Politics-Chaos. Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni erinnerte daran, dass sich die Welt seit Liechtensteins Beitritt stark verändert habe, das Commitment aber bleibt: Berset könne «auf die volle Unterstützung Liechtensteins zählen».

Demokratie, aber make it real

Berset pushte Dialogue-Mode: «Wenn sich die Bevölkerung nicht um die eigene Zukunft kümmert, wer tut es dann? Wenn wir unsere Werte nicht verteidigen, wer dann?» Direkte Demokratie bedeute Debatten, Kompromisse und auch Frust: «Wenn man zusammenleben will, kann man nicht immer alles sofort bekommen, was man möchte.»

Liechtenstein als Small State, big Impact

Liechtenstein werde im Europarat als stabiler Player mit starker Präsidentschafts-Vergangenheit und aktiver Rolle in Budget- und Programmfragen beschrieben. Im 46-Staaten-Setup zähle nicht die Size, sondern Verantwortung.

Future Check und «langweiligere Welt»

Mit Blick auf 2026 meinte Berset: «Vielleicht ist dieses Jahr ein Wendepunkt. Wir müssen aktiv werden, um Stabilität zu erreichen. Sonst bereuen wir vielleicht in ein paar Jahren, zu wenig getan zu haben.» Sein globaler Mood: «Wir sollten uns eine langweiligere Welt wünschen.»

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