Swing King in the House!
Joe Haider, der coole 88-jährige Dude, ist immer noch auf der Piste, trotz einiger Andeutungen eines Abschieds. Er plant sogar Gigs fürs nächste Jahr. Der Typ ist ein echter Roadrunner auf seiner never-ending Farewell-Tour, immer ready für neue Abenteuer. Vor kurzem hat er mit seinem „Slide Hampton Project“ die Little Big Beat Studios gerockt, jetzt hat er uns mit dem „Amigern String Quartet“ überrascht. Und das hat echt Laune gemacht, vor allem weil wir erst vor zwei Monaten eine andere Jazzband mit Streichern erleben konnten.
It’s all about the Strings, Baby!
Ein Streichquartett bedeutet normalerweise zwei Geigen, eine Bratsche und ein Cello. Das war beim „Amigern String Quartet“ auch so. Aber im Vergleich zum „Matangi String Quartet“, das eher klassisch und neu musikalisch orientiert war, haben die „Amigern“ wie eine swingende Jazzband abgeliefert. Joe hat sich mit den Chicks und Jungs einen soften Soundkörper ins Boot geholt, der seinem Sound eine eigene, charmante Note verpasst hat.
Swing it like Joe!
Joe ist bekannt für seinen unermüdlichen Swing und hat das auch diesmal bewiesen. Mit seinen cleveren Arrangements und seiner Spielfreude hat er gezeigt, dass Swingjazz alles andere als langweilig ist. Und das Publikum hat es gefeiert. „Jetzt hauen wir noch einen rein, dass die Schwarte kracht“, hat er vor „Ko-Ko“ angekündigt. Und am Ende hat er mit Horace Silvers „Peace“ einen so krassen Schlussakkord gesetzt, dass sogar der Bassist zum Bogen gegriffen hat. Applaus, Applaus!
