Thema
Brigitte Hermanns Debüt „Die Suche nach der eigenen Farbe“ liefert ein historisches Deep-Dive in die widersprüchliche Biografie der Vorarlberger Malerin Stephanie Hollenstein.
Kontrastprogramm
Geboren 1886 in Lustenau, Kunstgewerbeschule München, erste Love-Storys mit Frauen; 1915 als Mann verkleidet an die Front. Danach Key-Player in Wiens Kunstszene, Einsatz für bessere Ausstellungsbedingungen für Frauen, offen lesbisch. Noch vor dem Anschluss Support im Untergrund für die verbotene NSDAP – ein klarer Plot-Twist.
Recherche und Form
Quellen-Run von Dock 20 bis Archiv der „Vereinigung der Bildenden Künstlerinnen Österreichs“; Kapitel starten mit Bildbeschreibungen. Genre-Pivot hin zu „Historischer Roman/Romanbiografie.“
Kontroverse
Zu antisemitischen Äusserungen notiert Hermann: „Ich habe versucht, das so zu übertragen, dass klar wird, Stephanie Hollenstein war Antisemitin, ohne dass ich den Aussagen selbst Platz einräume.“
Resonanz und Next
Feedback überwiegend positiv; Aktivismus-Note: „Omas gegen Rechts Schweiz“. Nächstes Projekt im Appenzellerland der frühen 70er, ohne Frauenstimmrecht, parallel RAF-Debatte. Farbcode: „Die Farbe dieses Romans ist vielleicht goldgelb wie ein Glas Honig, das man ins Licht hält – Bienen werden darin eine entscheidende Nebenrolle spielen.“
