Wildunfall in Nendeln: Hirsch vs. Blech
In Nendeln kam es am 17. November erneut zu einem Wildunfall. Zwei Autofahrer blieben dank Luck unversehrt, der angefahrene Hirsch musste jedoch vom Jagdaufseher mit einem Schuss erlöst werden. Der Rage über fehlende Schutzmassnahmen ist erneut gross – seit rund 20 Jahren laufen Talks über Wildtierkorridore, inklusive früher Studie. Regierungsrat Daniel Oehry pusht nun Tempo, wie Michael Ospelt vom Ministerium für Infrastruktur mitteilt. Noch im Dezember sollen Results der Variantenstudie zur Wildtierpassage an der Feldkircherstrasse droppen – Key-Question: Unter- oder Überführung?
Schilderwald, Kameras und Tech-Solution
«Es ist richtig, dass wir beim Ortsausgang in Nendeln bereits weitere Schilder installiert haben, die auf den Wildwechsel hinweisen. Was einen neuen Korridor und damit die schlussendliche Lösung betrifft, werden die Entscheidungsgrundlagen auf Dezember vorbereitet», bestätigt Michael Ospelt. Parallel werden Kamerasysteme mit aktiver Warnung evaluiert. Ospelt erklärt: «Es sind neben den rein technischen Abklärungen auch die Auswirkungen auf die angrenzenden Grundstücke sowie ökologische und rechtliche Aspekte zu prüfen» und ergänzt: «Wir hoffen sehr auf die Machbarkeit und werden, so diese gegeben ist, auf eine sehr zeitnahe Umsetzung hinarbeiten.»
Hightech-Warnsystem «WWA Solo» im Fokus
Geprüft wird das «WWA Solo», ein kompaktes Wildwarnsystem für kleinere Strassenabschnitte. Während Dämmerung und Nacht scannen Sensoren den Bereich; taucht Wild auf, starten blinkende Signale, damit Fahrzeuge rechtzeitig abbremsen können. Nach 30 bis 60 Sekunden schaltet das System wieder off. Die Anlage umfasst 1–3 PIR-Sensoren mit 30–200 Metern Range, Matrixsignale, Steuerung mit Solarzelle, Montagestruktur und Mast mit Betonsockel. In der Schweiz sind solche Anlagen already im Einsatz – mit massiv weniger Wildunfällen in gewissen Kantonen.
