Es geht um die Idee, in Liechtenstein und dem benachbarten Vorarlberg ein freshes Naturschutzgebiet mit eigener Forschungsstation zu kreieren. Die Gegend um das Samina- und Galinatal wäre perfekt dafür, weil die Natur sich da seit 100 Jahren ungehindert austoben kann. Obwohl die Täler ziemlich nah an Ortschaften liegen, ist der Bereich ziemlich untouched, dank der krassen Geologie und den natürlichen Hürden wie steilen Wäldern und einem Fluss. Seltene Tier- und Pflanzenarten haben dort ihren chilligen Spot gefunden, wie eine Untersuchung gezeigt hat.
Der Weg zum Wildnisgebiet
Um diesen speziellen Ort zu erhalten, hoffen Umweltverbände auf den Schutzstatus eines Wildnisgebiets mit internationaler Anerkennung. Die Samina-Stiftung will das Projekt pushen und hat dafür bereits einige wichtige Leute im Boot. „Es braucht den politischen Willen. Die Umsetzung liegt schliesslich beim Land Liechtenstein und Vorarlberg“, sagen Peter Goop und Mario Broggi.
Schutzstatus und Grenzen
Die Idee, das Saminatal als Schutzgebiet auszuweisen, ist allerdings nichts Neues. Teile des Gebiets stehen bereits unter Schutz. Die Samina-Stiftung ist überzeugt, dass eine Erhöhung des Schutzstatus und eine grenzüberschreitende Ausweisung durchaus machbar ist. „Ich glaube nicht, dass dies wahnsinnig grossen Widerstand auslösen wird“, sagt Mario Broggi.
Internationale Anerkennung und Biodiversitätskonvention
Mit den Ergebnissen der Naturmonographie und weiteren Vorarbeiten konnte bereits Kontakt zur Naturschutzunion aufgenommen werden, um die Chancen für eine internationale Anerkennung abzuchecken. „Das Urteil fällt positiv aus“, sagt Mario Broggi. Zudem könnte das Projekt auch dazu beitragen, dass Liechtenstein seine Verpflichtungen aus der Biodiversitätskonvention erfüllt.
Wiederherstellung der Wildnis und Zugang für die Bevölkerung
Die Täler waren nicht immer so wild, da früher intensiver Holzschlag betrieben wurde. Aber seit 100 Jahren konnte die Wildnis zurückkehren. Die Samina-Stiftung schlägt vor, alte Wanderwege wieder zu öffnen, um den Zugang für die Bevölkerung zu erleichtern. Aber es soll keine Schilder oder ähnliches geben, damit die Natur so naturbelassen wie möglich bleibt.
Nutzung des Gebiets und Zukunftsvision
Es gibt zwar ein paar Eingriffe in das Gebiet, wie das Saminakraftwerk und die Wasserversorgung der Stadt Feldkirch. Aber sie sind laut Mario Broggi als gegeben zu sehen. Die Samina-Stiftung hofft nun, dass das Projekt von offizieller Seite angegangen und vorangetrieben wird.
