Wieviel Kiddies müssen den Löffel abgeben, bevor Action kommt?

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Movie Night mit Deep Talk

Montagabend, Stein Egerta – Filmabend mit Diskussion zu Jugendpsychiatrie angesagt. Der Dokufilm «Wenn es eng wird» hat uns in die Welt der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Basel entführt. Wyld, wie die Themen in der Doku die Betreuer und Psychologen einer jugendpsychiatrischen Klinik beschäftigen.

Jugendliche am Limit

Die meisten der Jugendlichen im Film kämpfen mit Selbstverletzungsdruck, Selbstmordgedanken und müssen täglich eine shitload an Medikamenten nehmen, um ihre Schlaf- und Zwangsstörungen in den Griff zu bekommen. Die Doku zeigt, wie die Kids und Teens dank Therapiestunden, fixen Strukturen und Kontrollen langsam wieder den Weg zurück in die Society finden. Aber auch, dass die Betreuer an ihre Grenzen kommen.

Notfallpsychiatrie? Fehlanzeige!

Studien­leiter Sebastian Frommelt, Psychologin Nadine Hilti und Margot Sele von der Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche haben die Doku als Startpunkt genutzt, um über die aktuelle Thematik der Jugendpsychiatrie zu sprechen. Alle waren sich einig: In Liechtenstein muss was passieren. Besonders sus: Die fehlende Notfallpsychiatrie.

Kein Platz für suizidale Fälle

«Wir haben viele suizidale Fälle, die wir Psychologen sehr lange tragen, weil wir nicht wissen, wohin wir sie tun sollen», sagte Nadine Hilti. «Wenn wir sechs bis acht Monate Wartezeit haben für Kinder mit einer schweren Essstörung, wie viele Kinder sterben dann, bevor sie einen Therapieplatz erhalten?», fragte Psychologe Marc Risch.

Politik muss handeln

Nadine Hilti hofft auf eine niederschwellige Anlaufstelle, die die Angebote vernetzt, besonders, weil die Fallzahlen immer weiter steigen. Margot Sele hält Notfallmanagement und Verträge mit Schweizer Einrichtungen für dringlich. Marc Risch sieht Verträge mit St. Gallen als wenig zielführend: «Mit St. Gallen ist es zwecklos einen Vertrag zu machen, weil sie schon ihre eigenen Leute nicht zu versorgen bringen.»

Was kommt als nächstes?

Auch nach 1,5 Stunden Film und 1,5 Stunden Diskussion waren die Gäste noch nicht tired, über das scheinbar dringende Thema zu sprechen. Auf die Frage nach präventiven Maßnahmen versprach Studienleiter Sebastian Frommelt, das Thema in einem weiteren Abend genauer unter die Lupe zu nehmen.

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