Wolf-Drama im Landtag
Seit Jahresstart ist der Wolf in Liechtenstein basically Dauer-Headline – jetzt auch im Landtag. In einer Aktuellen Stunde zum Wildtiermanagement, ausgelöst durch den Wolfriss im Triesenberger Siedlungsgebiet, wurde ohne Beschlüsse, aber mit viel Klartext diskutiert. Marion Kindle-Kühnis (DpL) betonte, die Bevölkerung erwarte Antworten, und forderte proaktives Handeln plus Cooperation mit den Nachbarländern.
Regeln, Grenzen, Verantwortung
Simon Schächle (DpL) sah im Wolfsverhalten ein Warnsignal und stellte klar: «Rückkehrer ja, aber nicht ohne Regeln und Grenzen. Abwarten ist keine Strategie.» Er warnte auch vor unterschätzten Folgen von Bibern und Fischottern. Martin Seger (DpL) hinterfragte, ob der Schutzstatus des Wolfs und «präventive Entnahmen» angepasst werden sollen. Thomas Rehak (DpL) pointierte die Frage: Wolf oder Mensch?
Koexistenz vs. Limit
Bettina Petzold-Mähr (FBP) forderte klare Limits für Tierbestände und konsequentes Monitoring. Carmen Heeb-Kindle (VU) mahnte: «Dass ein Wolf Wildtiere reisst, ist kein Problem, sondern seine Funktion.» Für sie und Sandra Fausch (Freie Liste) steht Koexistenz im Fokus, unterstützt von Roger Schädler (VU) «aber nicht zu jedem Preis». Umweltministerin Sabine Monauni (FBP) peilt einen «tragfähigen Umgang» an und hält fest: «Die zentrale Frage ist nicht, ob der Wolf hier leben kann, sondern ob Bevölkerung und Landwirtschaft mit seiner Anwesenheit umgehen können.»
