Liechtenstein am Start bei der Biennale
Liechtenstein hat mit der Videoinstallation «Klafter – Wert und Wertschätzung» von Karin Ospelt, kuratiert von Ursula Wolf und Elmar Gangl, von April bis November in Venedig geglänzt. Das Ministerium für Gesellschaft und Kultur feiert das Projekt als künstlerischen Erfolg. Doch mit der Architekturbiennale vor der Tür und der Einladung zur 61. Biennale nächstes Jahr, steht die Frage im Raum: Wie geht’s weiter?
Mehr Präsenz, mehr Stress
Das Pilotprojekt hat gezeigt: Längere Präsenz bringt mehr Sichtbarkeit, aber auch mehr Aufwand. Die Kunst aus Liechtenstein war während der gesamten Biennale in einem zentralen Ladenlokal in Venedig zu sehen und wurde parallel auch in Vaduz gezeigt. Die Entscheidung für ein Videoformat sparte Personalkosten, aber das Budget war mit 60.000 Franken knapp. Das Ministerium lobt die Diskussion über den Kunstwert, die durch das Projekt angeregt wurde.
Zukunftsplanung in Arbeit
Eine Arbeitsgruppe mit Kultur-Insidern erarbeitet die zukünftige Strategie für die Biennalen. Details sind noch geheim, aber Liechtenstein plant bereits für die Architekturbiennale im Mai. Ob das Land offiziell Teil der Biennale di Venezia wird, bleibt offen: Die Gruppe ist noch mitten in den Beratungen.
