Drama im Landtag
Aurelia Frick, ehemalige Regierungsrätin, warf am 2. Juli 2019 im Landtag die Frage auf, ob sie eine Frauenpartei gründen wollte. Ein paar Stunden später hatte sie das Vertrauen der Regierung verloren. Die Misstrauensgeschichte hatte allerdings weniger mit ihrem „Frauenthema“ zu tun, sondern mit ihrer fehlenden Transparenz gegenüber der GPK.
Frauenpartei als Gerücht
In einer GPK-Sitzung im Juni 2019 fiel auf, dass Fricks Beraterin, Maria Pinardi, Abrechnungen mit dem Stichwort „Frauengruppe“ eingereicht hatte. Frick verneinte, dass es um eine Parteigründung ginge. Später kam jedoch heraus, dass dies genau das Ziel gewesen war.
Zahlungswirrwarr
Die Frage, wer Pinardi während der Coachings der „Frauengruppe“ bezahlt hatte, wurde brisant. Offiziell hatte Frick privat gezahlt, doch die Abrechnungen gingen über die Landeskasse. Frick wurde letztlich vom Amtsmissbrauch freigesprochen, aber es bleibt der Schatten der Untreue.
Langwierige Ermittlungen
Ermittlungen dauerten dreieinhalb Jahre, teils wegen Pinardis Widerstand gegen die Schweizer Justiz. Die Beweise, darunter Chats und Bankbelege, könnten im Prozess 2025 entscheidend sein. Frick sieht die Vorwürfe als übertrieben an und verteidigt ihre Initiative als Diskussion über Frauen in der Politik.
