Wie das Projekt Rhesi abgeht

2 Min Read
Mittels Versuchen soll nun untersucht werden

Rhesi-Project: Hochwasserschutz am Alpenrhein

Im Jahr 2005 zeigte das „Entwicklungskonzept Alpenrhein“, dass die Abflusskapazität zwischen der Illmündung und dem Bodensee nicht ausreicht. 2009 beauftragten Österreich und die Schweiz die Internationale Rheinregulierung mit dem Rhesi-Projekt. Auf 26 Kilometern zwischen der Illmündung und dem Bodensee soll der Fluss breiter gemacht und die Dämme saniert werden. Erste Bauarbeiten starten frühestens 2027, vorher gibt’s Monitoring-Tests.

Monitoring und Untersuchungen

Bevor es losgeht, checken die Projektverantwortlichen, ob die Aufweitung möglich ist. Am Mittwochabend gab’s in Rüthi eine Info-Session. Projektleiter Markus Mähr erklärte, dass Geschiebe entnommen werden muss, um eine Sohlenanhebung des Rheins zu verhindern.

Pilotversuch zur Kiesentnahme

Ueli Schälchli von der Flussbau AG erklärte, dass die Geschiebeentnahme an drei Stellen getestet wird, unter anderem fünf Jahre lang bei Rüthi. Jedes Jahr werden hier 20 Kubik Kies entnommen und im Steinbruch Oberbüchel gelagert. Diese Arbeiten finden im Winter statt, wenn der Wasserstand niedrig ist.

Einfluss auf Grundwasser und Naturschutz

Christian Gmünder von der Simultec AG erläuterte, dass vier neue Bohrungen nötig sind, um die Auswirkungen auf das Grundwasser zu beobachten. Die Auswirkungen von Rhesi auf das Grundwasser werden als unbedenklich betrachtet. Auf österreichischer Seite muss das empfindliche Gebiet Matschels geschützt werden.

Öffentliche Mitwirkung

Die Bevölkerung kann ab dem 19. August 2024 online oder in St. Margrethen Stellung nehmen. Fragen zur Kiesentnahme und dem zusätzlichen Verkehr durch Lkws hatten die Projektverantwortlichen noch keine detaillierten Antworten parat. Intensive Diskussionen folgten, und die Verantwortlichen standen für individuelle Fragen zur Verfügung.

Zum Originalartikel

Leave a comment