Wie alles vergeht und sich komplett verändert

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(Bild: Künstler Lukas Zerbst hat seine Skulptur «ausgenommen» und ihr so ein zweites Leben geschenkt.)

Epic Origin Story

In der Galerie am Lindenplatz in Vaduz läuft aktuell „Flensen“ von Lukas Zerbst – ein Projekt mit Hardcore-Backstory. Die Fragmente aus Epoxidharz und Holz waren früher eine 6,50-Meter-Skulptur in Berlin, Symbol für Erschöpfung, Stress und eine „Müdigkeitsgesellschaft“. Nach Ausstellungsende sass Zerbst auf dem Monster-Teil und fragte sich: What now?

Market-Mode und Komfortzonen-Exit

Weil er sonst recycelbare Materialien nutzt, zersägte Zerbst die Skulptur auf dem Wochenmarkt in Bremerhaven und verkaufte sie zum Kilopreis – zwischen Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Dort performte er als Marktschreier und kämpfte um Attention, denn das Publikum war für Kunst eher „offline“. «Du stehst da, und niemand hört zu», erinnert sich der in Liechtenstein wohnhafte Künstler.

From Whale-Vibes to „Flensen“

Viele sahen in der Skulptur etwas Walartiges und erklärten ihm, dass „Flensen“ das Ausnehmen eines Wales bedeutet. «Ich finde den Begriff eigentlich viel zu brutal», sagte Zerbst. «Aber es ist auch brutal, seine eigene Skulptur zu zerstören.» Durch das Zersägen schenkte er dem Werk ein zweites Leben.

Gallery-Vibes und Next Gen Art

Die Unikate sind jetzt im Kabinett der Galerie zu sehen. Art Director Leon Boch betont: «Er hat einen ganz anderen Zugang.»

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