Langzeit-Experiment im Alpenstaat
Seit über 15 Jahren trackt die GAPP-Studie vom Labor Risch und der UFL über 2000 Menschen, die beim Start 25 bis 40 Jahre alt waren. Ziel ist es, zu checken, wie aus gesunden Personen Risikokandidat:innen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden – mit Fokus auf Blutdruck und Prävention, denn: „Es ist immer besser vorzubeugen, als nachher zu heilen.“
Hightech statt Oldschool-Manschette
Früher gab es 24-Stunden-Messungen mit Blutdruckmanschette, heute läuft das Ganze mit Medical-Bracelet über zwei bis vier Monate. Dazu kamen Gadgets wie Schrittzähler und Checks auf Schlafapnoe. In der Corona-Zeit nutzte das Team ein Fertilitätsarmband und konnte „Infektionen bis zu zwei Tage vor dem Ausbruch von Symptomen nachzuweisen.“ Risch betont: „Sogar die Schweizer Forschungsinstitutionen haben da länger gebraucht.“
Weirde Ergebnisse, big Data, kleines Land
Über 70 Studien sind bereits publiziert, unter anderem zum Link zwischen niedrigem Geburtsgewicht und späteren Entzündungswerten. Überraschend: Raucher zeigten beim Test auf Zellschäden die tiefsten Markerwerte, woraus die Hypothese entstand, „dass Raucher schlechtere Erneuerungsmechanismen beim Herzen haben“.
Liechtensteins Size wird international als Vorteil gefeiert: „Liechtenstein eine wichtiges Reservoir für Forschung.“
