Ultra-Knappes FIS-Powerplay
Beim FIS-Kongress in Belgrad droppt um 11:30 das Resultat: Alexander Ospelt holt exakt eine Stimme mehr als Amtsinhaber Johan Eliasch. Nach massiv in die Länge gezogenem Briefwahl-Prozedere und sechsfacher Hand-Auszählung steht fest: Der Liechtensteiner gewinnt nach intensivem Wahlkampf – aber extrem knapp.
Ski-Grossmächte im Anti-Eliasch-Mode
Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun, klar pro Ospelt, hatte mit einem deutlicheren Win gerechnet. Die Big Player Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Norwegen, Schweden und Kanada formten mit Swiss-Ski ein Anti-Eliasch-Bündnis. Laut Barandun gab es bis Donnerstagmorgen 100 zugesagte Stimmen: «Wobei man immer davon ausgehen muss, dass einige nicht Wort halten». Swiss-Ski rechnete minus 30 Prozent, erwartete 70, am Ende wurden es 65.
Drama beim Counting und Handy-Ban
Die Briefwahl sorgte für eine Stunde Marsch zur Wahlbox, Smartphones waren gebannt. Ospelt sagt: «Beim Auszählen, das sehr lange ging, wurde ich nervös. Davor war ich wie im Flow.»
New Boss, New Era
Nach dem Sieg vibriert Ospelts Phone im Sekundentakt. «Dafür möchte ich mich bedanken. Ich habe mich riesig über die grosse Unterstützung gefreut», erklärt er. Zu seinem Ski-Background meint er: «Ich war Skilehrer. Für eine aktive Karriere war ich zu wenig gut». Nun folgt Analyse-Mode für seine weitere Karriere.
