Winter is coming: Wildtiere und ihre Überlebensstrategien
Yo, checkt das mal ab: Der Dude Michael Fasel, ein Wildtierbiologe, erzählt uns, dass der Winter eine echte Herausforderung für unsere furry friends im Wald ist. Warum? Weil das Buffet der Mutter Natur in dieser Jahreszeit ziemlich mager ist. Die Pflanzenfresser haben kaum was zu futtern und die Fleischfresser finden kaum noch Beute. Die smarten Biester haben aber so ihre Tricks, um den Winter zu überstehen: Sie legen Fettreserven an, machen ’nen langen Winterschlaf oder hauen einfach in den Süden ab. Wichtig ist, dass sie möglichst wenig Energie verbrauchen.
Fütterung: Gut gemeint, aber nicht so cool
Viele von uns denken, es wäre eine gute Idee, die Tiere im Winter zu füttern. Aber Fasel erklärt, dass das eigentlich nur Stress für die Tiere bedeutet. Sie bleiben im sogenannten Sommermodus, fressen viel und verbrauchen eine Menge Energie, um das aufgenommene Futter zu verdauen. Das gilt auch für die Vögel. Statt Fütterung sind ruhige Wintergebiete, Hecken oder naturnahe Waldränder viel besser.
Der Winter: Eine Zeit für Ruhe und Entspannung
Wenn die Tiere wenig zu fressen haben, dann sollten sie auch nur wenig Energie verbrauchen. Das bedeutet, dass sie Ruhe brauchen. Der Rothirsch zum Beispiel kann ohne künstliche Winterfütterung überwintern, wenn er seine Ruhe hat. Er kann seine Körpertemperatur runterfahren und den Energieverbrauch drosseln. Aber wenn er gestört wird und zur Flucht getrieben wird, dann steigt der Energieverbrauch sprunghaft an und das kann zu Unterversorgung führen.
Notfütterungen: Eine Notwendigkeit?
In manchen Fällen finden Notfütterungen statt, um die Tiere zu lenken. Das passiert, wenn es keine ruhigen Wintergebiete mehr gibt. Mit einer „Ablenkfütterung“ kann verhindert werden, dass Hirsche oder Rehe in die Nähe von menschlichen Siedlungen kommen oder auf der Nahrungssuche Straßen überqueren müssen. In Liechtenstein ist es auch erlaubt, den Wildtieren das vor Ort gewonnene Magerheu anzubieten.
Winterurlaub im Süden: Nicht nur für Zugvögel
Es gibt auch einige Tiere, die den Winter im Süden verbringen. Schmetterlinge wie der Distelfalter oder der Admiral überqueren im Herbst die Alpen und können Tausende Kilometer weit wandern. Einige Zugvogelarten fliegen sogar bis südlich der Sahara. Um solche weiten Strecken fliegen zu können, müssen die Vögel leicht sein. Das bedeutet, dass sie auf ihrer Reise immer wieder Nahrung aufnehmen müssen.
Überwintern in Höhlen: Chillen unter der Erde
Murmeltiere zum Beispiel verbringen den Winter schlafend in ihren Erdbauen. Sie haben große Fettreserven unter der Haut, die ihnen die notwendige Energie und Wasser liefern. Der Energieverbrauch wird stark gedrosselt. Tief unter der Erde werden die Munggen nicht von Menschen gestört oder von Raubtieren bedrängt.
Andere Überlebensstrategien: Iglus im Schnee
Rauhfusshühner zum Beispiel graben sich im pulvrigen Schnee ein und verbringen den größten Teil des Tages und der Nacht in dieser Art „Iglu“. Nur für kurze Zeit verlassen sie tagsüber die Höhlen, um Nahrung aufzunehmen. In Liechtenstein ist es auch erlaubt, den Wildtieren das vor Ort gewonnene Magerheu anzubieten.
Respektiere deine Grenzen: Ein Appell an die Menschen
Fasel fordert uns auf, die Natur zu respektieren, vor allem im Winter. Die Natur ist nicht nur ein Ort für Sport und Freizeitvergnügen. Wir sollten auf den markierten Wegen bleiben und Hunde an der Leine führen. Ausgewiesene Winterruhegebiete sind im Gelände markiert und sollten in der dafür bestimmten Zeit nicht betreten werden.
