Die Fakten, die zählen
Was ist die wichtigste Info, wenn man wissen will, wie gut eine Bank gerade performt? Kennzahlen wie das Kosten-Ertrags-Verhältnis, die Eigenkapitalrentabilität und der Netto-Neugeldzufluss. Und woher kommen die Zahlen? Aus Medienmitteilungen und Online-Geschäftsberichten, of course. Aber Achtung: Grössenvergleiche und Einflüsse von betrieblichen und Marktfaktoren sind nicht mit drin.
Wie attraktiv ist deine Bank?
Willst du wissen, welche Bank die reichen Typen anzieht und wem sie ihr Geld anvertrauen? Check den Netto-Neugeldzufluss aus. Er zeigt, welche Bank anziehend wirkt und wer sich auf eine rosige Zukunft freuen kann. Die VP Bank war 2023 immer noch damit beschäftigt, ihre Kundenportfolios aufzuräumen, besonders wegen Sanktionen gegen Russland. Die LLB konnte den Rekord-Netto-Neugeldzufluss vom Vorjahr nicht halten. Bei der LGT sah’s besser aus, sie hatte ein starkes Wachstum von 8 Prozent.
Effizienz und Wirtschaftlichkeit
Wie gut eine Bank wirtschaftet, lässt sich am Cost-Income-Ratio (CIR) ablesen. Je niedriger, desto effizienter hat die Bank gearbeitet. Es ist der Verwaltungsaufwand geteilt durch die Erträge. Aber pass auf: Die VP Bank rechnet das CIR „konservativ“, sie zieht also alle Ausgaben ab, nicht nur Sach- und Personalkosten wie andere Banken. Dadurch ist ihr Kosten-Ertrags-Verhältnis höher. Würde sie es nicht so streng sehen, läge es bei 71,4 Prozent.
Wie profitabel ist deine Bank?
Willst du wissen, wie profitabel eine Bank ist? Schau dir die Eigenkapitalrentabilität oder Return on Equity an. Das ist der Reingewinn eines Unternehmens im Verhältnis zum Eigenkapital. Ein Wert über Null heißt, die Bank ist profitabel. Je höher der Wert, desto besser für die Bank. Aber Vorsicht: Was genau unter Reingewinn verstanden wird, also der Gewinn nach Abzug aller Kosten, kann variieren und den Vergleich schwieriger machen.
