Storchen-Boom in Liechtenstein
Die Brutsaison ist durch: 70 Storchenpaare zogen rekordmässige 158 Junge gross. Hotspot bleibt Ruggell mit 47 Horsten. Viele Vögel skippen inzwischen den Südzug, weil milde Winter und genug Futter vor Ort den Staycation-Mode ermöglichen.
Futter-Flash auf Feldern
Nach dem Ausfliegen sammeln sich die Störche auf Äckern und folgen Traktoren. Ein Leser kritisiert: «Allzu viel ist ungesund. Die fressen alles leer, vom Käferli bis zum Regenwurm». Trockenes, warmes Wetter und Komposthaufen liefern zusätzliche Nahrung.
Hase im Fokus
Die Jägerschaft spricht von einer Invasion und sorgt sich um Feldhasen im Eschner Riet: «Leider schwindet der Bestand merklich, und dieses Jahr konnte das Revier Eschner Riet nur noch vier Hasen zählen. Somit steht eine weitere Art vor dem Aus». Sie fordert eine Reduktion des Storchenbestands.
Behörden sehen keinen Beleg
Amt und LGU sehen bislang keinen wissenschaftlichen Nachweis für Schäden an Brutvögeln oder Feldhasen. «Es gibt keine belegten Hinweise, dass eine Bestandsreduktion beim Weissstorch positive Auswirkungen auf Bodenbrüter und Feldhasen hat.» Prävention statt Abschüsse bleibt der aktuelle Plan.
