Warum Liechtenstein eine Fristenlösung richtig dringend braucht

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(Bild: Die Rednerinnen war sich einig: Es braucht eine Fristenlösung für Liechtenstein.)

Status quo in FL

In Liechtenstein ist Abtreibung weiterhin illegal, Info dazu praktisch off-limits. Alexandra Kabasser von der Jungen Liste sagt: «Seit zehn Jahren hat sich bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in Liechtenstein nichts mehr getan» und nennt das Infobann einen europäischen Sonderfall: «Ein Informationsverbot, so wie wir es kennen, gibt es in keinem anderen europäischen Land».

Neue Initiative, neues Game

Eine im März gestartete Initiative will eine Fristenlösung, das Ende des Informationsverbots und Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Initiantin Tatjana As’Ad erklärt: «Es gibt so viele Gründe für unsere Initiative – und keinen dagegen» und betont: «Die Finanzierung darf den Entscheid für eine Abbruch nicht beeinflussen.»

Rechte, Tabus und Pressure

Lisa von Reden vom Verein für Menschenrechte bewertet die Lage klar: «Die aktuelle Situation verstösst gegen das Menschenrecht.» Internationale Gremien wurden bisher «erfolgreich ignoriert». Historikerin Claudia Heeb-Fleck nennt die aktuelle Lösung eine «typisch Liechtensteiner Scheinlösung» und «heuchlerisch».

Fristenlösung als Kompromiss

Von Reden beschreibt das Modell so: «Es ist eine Lösung, die das Abwägen vom Recht auf Leben und dem Recht aus Selbstbestimmung erlaubt.» Heeb-Fleck ergänzt: «Innerhalb dieser Frist ist das Selbstbestimmungsrecht der Frau wichtiger.»

Mirjam Hostetmann wünscht den Initiantinnen viel Kraft «trotz Gegenwind aus der patriarchalen Gesellschaft».

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