Der Morgen im Schlucher-Treff
„Die Boss-Lady ist gleich da, sie ist noch busy“, gibt ’ne nette Dame preis, während sie ’nen Korb voller frischer Buttergipfel auf den Tisch packt. Es ist noch nicht mal 9 Uhr, aber im „Schlucher-Treff“ ist schon volle Action.
Auf dem Eis
Zwei Schulklassen trauen sich an diesem Mittwochmorgen aufs Eis. „Haben alle ihre Schlittschuhe?“, hört man eine Stimme aus dem Nebenraum im typischen Bärger-Dialekt. Das muss die Stimme von Waltraud Degen sein.
Regeln und Teamwork
Nachdem alle Kids ihre Schlittschuhe gebunden haben, erklärt Waltraud Degen die Rules, die auf dem Eis eingehalten werden müssen. Keine Goals aufstellen und kein Schubsen. Dann wünscht sie noch „Viel Spass!“ bevor sie wieder hinter der Theke verschwindet. Sie dreht noch schnell die Mucke auf, sagt sie und wirft dabei einen Blick auf ihre Servicefachangestellte. „Ich habe alles im Griff“, erwidert diese, worauf Waltraud Degen zufrieden grinst.
Die Geschichte vom Schlucher-Treff
Seit fünf Jahren hat Waltraud Degen die Pacht des „Schlucher-Treffs“ inne. Vor zehn Jahren wurde das Eisfeld mit dem mittlerweile mega beliebten Restaurant daneben gestartet. Damals war Leopold Schädler mit seiner Tochter Madeleine am Start, seit 2019 ist Waltraud Degen die „Tätschmeisterin“.
Die harte Zeit
„Es war ein Kaltstart“, erinnert sich die 61-Jährige. Kaum gestartet, musste sie coronabedingt schon wieder zumachen. Aber Waltraud Degen hat dieser Challenge getrotzt und hat kurzerhand auf Take-away umgestellt.
Die Gastronomie und sie
Waltraud Degen liebt die Gastronomie. Schon als Mädel hat sie im „Turna“ Restaurantluft geschnuppert. Die damalige Chefin war die Cousine ihres Vaters. Eines Tages rief sie an und fragte meinen Vater, ob ich ausnahmsweise beim Abwasch helfen könnte, da eine Küchenhilfe erkrankt sei.
Der Alltag im Schlucher-Treff
Ihr Alltag im „Schlucher-Treff“ beginnt um 6 Uhr morgens. Sie putzt die WC-Anlagen und bereitet alles vor, bevor sie um 8 Uhr das Restaurant und den Eisplatz öffnet. Sie hat allerdings mega Respekt vor dem Eis und würde sich nie darauf wagen, sagt sie.
Die Arbeit im Schlucher-Treff
An manchen Tagen arbeitet Waltraud Degen im Service, ab und an schwingt sie in der Küche den Kochlöffel. Jede Art von Arbeit in und um das Restaurant macht sie mit viel Herzblut. Und mit großer Ausdauer: Täglich hat das Restaurant bis 21 Uhr geöffnet, der Küchenbetrieb schließt jeweils um 20 Uhr.
Die Zukunft des Schlucher-Treffs
Die Wintersaison dauert voraussichtlich noch bis zum Weißen Sonntag am 7. April. Und in die Sommersaison möchte Waltraud Degen bereits wieder nach dem Auffahrtswochenende am 14. Mai starten. Der Eisplatz wird dann wieder der ebenso beliebten Rennbahn und dem großen Trampolin weichen.
Die Auszeit
Auch diese ist, wenn auch nur in der kurzen Zeit zwischen der Winter- und Sommersaison, Waltraud Degen gegönnt. Und diese genießt sie auch in vollen Zügen, gemeinsam mit ihrem Mann – und zwar auf einem Hausboot, welches sie jeweils für zwei bis drei Wochen chartern.
Das Malbun
Nicht zuletzt ist es auch das Bergdorf, das rund 1600 Meter über Meer liegt, welches ihren Restaurant-Alltag beflügelt. Wenn Waltraud Degen vom Malbun spricht, schwärmt sie geradezu von diesem für sie perfekten Ort.
