Wahlgründe: Die Leute sind das A und O

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FBP-Regierungschefkandidat Ernst Walch gratuliert VU-Regierungschefkandidatin Brigitte Haas zum Sieg. (Bild: Daniel Schwendener)

Traditionelle Parteibindung bröckelt

Die Landtagswahlen in Liechtenstein 2025 zeigen einen krassen Shift im Wahlverhalten. Während früher Gewohnheit das Wahlverhalten dominierte, hat sich dieser Anteil seit 2001 stetig verringert. Bei den aktuellen Wahlen gab nur noch ein Bruchteil der Wählerschaft an, aus Tradition gewählt zu haben. Laut Liechtenstein-Institut wird die Wahl zukünftig durch die Angebote und das Auftreten der Parteien geprägt, was die Volatilität bei Wahlen steigern könnte.

Neulinge auf der Überholspur

Am Wahlsonntag brachten die Wählerbewegungen Überraschungen: Die erst 2018 gegründete DpL landete in drei Gemeinden auf Platz 2, und fast 20% der ehemaligen FBP-Wähler switchten zur VU. Solche Verschiebungen könnten zur neuen Norm werden, da die „Köpfe“ der Parteien immer wichtiger werden.

Köpfe wichtiger als Programme

Bei der Wahlentscheidung nannten fast 40% der Befragten die Regierungskandidaten als Hauptgrund. Während das inhaltliche Programm für weniger als 30% entscheidend war, gaben unter 20% das Landtagsteam als Grund an. Unterschiede zeigten sich bei den Parteien: FBP-Wähler legten weniger Wert auf das Regierungsteam, während bei den Oppositionsparteien die Programme entscheidend waren. Generell stehen Kompetenz und Sympathie der Kandidaten hoch im Kurs, während taktische Überlegungen ebenfalls relevant sind.

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