VU und «Vaterland» gehen jetzt komplett getrennte Wege

1 Min Read
(Bild: «Unser Ziel ist eine liechtensteinische Lösung mit einer unabhängigen Trägerschaft»

New Owner-Setup incoming

Die Stiftung Vaterländische Union sucht für die Vaduzer Medienhaus AG ein freshes Ownership-Model. Der Verwaltungsrat führt «ergebnisoffene Sondierungsgespräche», primär mit liechtensteinischen gemeinnützigen Stiftungen als neutrale Player. Verwaltungsratspräsident Ivo Klein stellt klar: Kein Solo-Milliardär, kein Ego-Investor. «Unser Ziel ist eine liechtensteinische Lösung mit einer unabhängigen Trägerschaft», so Klein.

Medien-Monopoly-Vibes

Seit dem Aus des «Liechtensteiner Volksblatts» im März 2023 und dem Ende von Radio Liechtenstein ist das «Liechtensteiner Vaterland» basically die einzige Daily-News-Source im Land. Die Medienmacht im Besitz einer Parteistiftung sorgt regelmässig für Kritik – trotz striktem Redaktionsstatut seit 2023, das politische Neutralität festzurrt.

Strategic Move für mehr Trust

Klein nennt die Suche nach neuer Trägerschaft eine «strategische Frage». Die Unabhängigkeit sei «in der Praxis längst Realität», soll aber auch strukturell abgesichert werden. Am Content soll ein Eigentümerwechsel nichts ändern: «Unser Ziel ist klar: Das Medienhaus bleibt bestehen, die Redaktion arbeitet weiterhin unabhängig, und die publizistische Linie bleibt eigenständig (…).»

Future-Model: Philanthropy-Style

Das Konzept orientiert sich an einer Studie von Zukunft.li, die ein philanthropisches Stiftungsmodell mit privaten Gönnern ohne inhaltlichen Einfluss skizziert. Ob genügend Capital-Backer einsteigen, ist offen; laut Klein existieren weitere «strategische Optionen».

Zum Originalartikel

Leave a comment