VU-Eklat in Triesen sorgt für Stress und Staatsanwaltschaft startet Ermittlungen

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(Bild: Die Kriminalpolizei hat bereits einen ersten Ermittlungsbericht an die Liechtensteinische Staatsanwaltschaft erstattet.)

Leak-Verdacht um GPK-Bericht

Die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft fährt ein Verfahren wegen mutmasslicher Verletzung des Amtsgeheimnisses hoch. Auslöser ist ein vertraulicher Bericht der Triesner Geschäftsprüfungskommission (GPK) zu Vorwürfen gegen Gemeindevorsteherin Daniela Erne-Beck. Ex-VU-Präsident Thomas Zwiefelhofer schrieb am 14. Juni in der «Parteienbühne» im «Vaterland»: «Soweit mir bekannt ist, hat die Triesner GPK keinen der Kritikpunkte für stichhaltig befunden.» Offiziell kannten zu diesem Zeitpunkt nur Gemeinderat, Regierung und bestimmte Verwaltungsangestellte den Inhalt.

Plötzlich öffentlich – und doch gedeckt

Am 22. Juni landete der als «vertraulich» markierte GPK-Bericht dann überraschend auf der Website der Gemeinde Triesen – und bestätigte Zwiefelhofer: Kein Kritikpunkt wurde als stichhaltig gewertet. Gegen Unbekannt laufen nun Vorerhebungen nach § 310 StGB. Zwiefelhofer selbst war nicht amtsgeheimnispflichtig und wird nur als Zeuge einvernommen. Sein Kommentar: «Ich äussere mich grundsätzlich nicht zu einem laufenden Verfahren.»

VU-Triesen im Dauer-Drama

Die Causa reiht sich in einen Longterm-Clash in der VU Triesen ein. 2025 sprengten vier VU-Gemeinderäte aus Protest die Fraktion, warfen Erne-Beck Fehlverhalten vor, sie konterte mit «Vetternwirtschaft»‑Vorwurf. Während das Innenministerium noch prüft, ist die GPK seit November 2025 fertig. Vor den Wahlen 2027 folgten Austritte und weiterer Parteistress.

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