Anzeige backfired
Triesens Vorsteherin Daniela Erne-Beck zeigte im März 2026 vier Gemeinderäte an. Im Raum standen Missbrauch der Amtsgewalt, Bestechlichkeit und Verletzung des Amtsgeheimnisses – Delikte mit bis zu zehn Jahren Haft. Zuvor hatten die Räte im Mai 2025 Aufsichtsbeschwerde gegen sie eingereicht; die Regierung wies diese ab.
Verfahren: komplett eingestellt
Die Landespolizei ermittelte, Ende August stellte die Staatsanwaltschaft alles ein. Leitender Staatsanwalt Frank Haun: «Die durchgeführten Vorerhebungen haben ergeben, dass den vier Gemeinderäten der Gemeinde Triesen ein strafrechtlich relevantes Verhalten nicht angelastet werden kann».
Vergaben im Fokus
Beim VU-Eklat geht es um öffentliche Aufträge, darunter Fahrzeuge, Energiedienstleistungen und Jobs. Die Räte forderten mehr Chancen für lokale Firmen, Erne-Beck kritisierte mögliche Vetternwirtschaft. Laut Geschäftsprüfungskommission führten Neuvergaben teils zu Mehrkosten, Extra-Aufwand und schlechteren Ausführungen.
Neuer Legal-Plot?
Hinweise deuten auf eine Prüfung wegen falscher Verdächtigung gegen Erne-Beck hin. Die Staatsanwaltschaft bleibt dazu silent: «Zu allfälligen Anregungen in Berichten der Landespolizei und zu den diesbezüglichen Fragen wird keine Auskunft erteilt».
