Statuscheck
Die Junge FBP lanciert «Fair gezählt. Fair gewählt» für ein Mandats-Calc. Die Regierung bestätigt nach Vorprüfung Verfassungs- und Völkerrechtskonformität. Eine fast identische FBP-Initiative scheiterte 2023 im Landtag mit 13 Nein; jetzt der Move via Volksabstimmung.
Next Steps
Der Landtag behandelt die Vorlage im Dezember, danach beginnt die Unterschriftensammlung: 1000 Signaturen in sechs Wochen, im Holiday-Window. «Trotz dieser zeitlichen Überschneidung sind wir aber zuversichtlich, dass es uns gelingt, die nötigen Unterschriften ohne Schwierigkeiten zu sammeln», teilte Nico Büchel, Vorsitzender der Jungen FBP, dem «Vaterland» mit. Abstimmung 2025 möglich.
What’s the Deal
Ziel ist Mandatszuteilung nach «doppelten Pukelsheim»: erst landesweite Sitzverteilung auf Parteien, dann Mandate je Wahlkreis. Sitzzahl, Wahlkreise und Verhältniswahl bleiben Teil des Setups. Aus Sicht der Initianten mehr Fairness, gleiche Gewichtung. Prognose: 2021 FBP-Sieg; 2025 minus ein Sitz für die VU, Freie Liste mit drei statt zwei Mandaten fraktionsstark.
Reaktionen und Gutachten
Der VU-Parteivorstand lehnt seit Mitte Oktober ab. Laut Regierungsbericht und Gutachten gäbe «es für das liechtensteinische Wahlsystem zielführendere und rechnerisch einfachere Massnahmen, um die Disproportionalität zu senken»; empfohlen wird, «die verschiedenen Möglichkeiten zu einer optimalen Repräsentation der Wählerinnen und Wähler im Landtag umfassend zu prüfen».
