WhatsApp-Fail mit Folgen
Ein Liechtensteiner sorgte für großes Kino, als er meinte, ein „Scherzbild“ als WhatsApp-Profilbild zu nutzen. Das Bild zeigte die pornografische Darstellung eines Minderjährigen, woraufhin sein Account gesperrt wurde. Die Polizei wurde aufmerksam und fand bei einer Hausdurchsuchung diverse andere Dinge, wie Waffen und Marihuana. Der Dude gestand den Besitz und Verkauf von 3 bis 3,6 Kilogramm Gras über drei Jahre hinweg an zehn Abnehmer und bekannte sich wegen anderer Vergehen schuldig, jedoch nicht für den Download des Bildes.
Gericht und Strafe
Das Landgericht verurteilte ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten mit einer Probezeit von zwei Jahren und zu Geldstrafen. Sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft waren unzufrieden und gingen in Berufung. Die Staatsanwältin forderte eine längere Probezeit und höhere Strafen, während der Verteidiger auf Freispruch plädierte und die Milderungsgründe betonte.
Obergericht entscheidet
Das Obergericht reduzierte die Menge des verkauften Marihuanas auf drei Kilo und somit die zu zahlende Summe. Die Verfahrenskosten wurden aufgrund der finanziellen Situation des Angeklagten erlassen. Das Urteil ist nun rechtskräftig.
