Vom Sparkässile zum Fondssparplan – die Zeiten ändern sich, dudes

4 Min Read

Neue Vibes im Game der Wertanlagen

Mann, die Zeiten ändern sich! Oldschool Glaubenssätze werden gekickt und unerwartete Moves rocken die Welt der Wertanlagen. Die Banken sagen im Talk mit „Wirtschaft regional“, dass gerade deshalb eine mega breite Anlagestrategie mit Einsatz von echt vielen verschiedenen Anlageklassen so richtig abgeht.

Früh starten bringt die Kohle

Gérald Moser, der Boss der Investment Services EMEA bei der LGT, meint, es ist voll cool, auch kleine Beträge so früh wie möglich anzulegen. Aber Achtung, nur Cash investieren, auf das du auch verzichten kannst! Christian Zogg, Leiter Equity und Fixed Income Management bei der LLB, stimmt dem zu: „Man kann quasi vom ersten free Franken an starten, mit seiner privaten Cash-Party. War es früher das Sparschwein, das gefüllt wurde, kann man heute mit wenig Cash einen Fondssparplan umsetzen, der einem den Weg in die Welt der Kapitalmärkte öffnet.“ Und dabei gilt: je früher, desto besser!

Was für 2024 angesagt ist

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten zu investieren. Also, was geht 2024? „Wir erwarten für 2024, dass sich die Inflation weiter abschwächt. Daher könnten eine Kombination aus Staatsanleihen und Aktien eine mögliche Strategie sein“, erklärt Gérald Moser. „Eine sinnvolle Ergänzung könnten Hedgefonds, ausgewählte Rohstoffe oder Privatmarktanlagen sein. Letztere haben in den vergangenen Jahren stabile Renditen erzielt und bieten Chancen, insbesondere in Strategien wie ‹Secondaries› und ‹Private Credit›.“

Geht nicht ohne breites Portfolio

Gérald Moser betont, dass eine breite Portfolio-Diversifikation echt wichtig ist. Bernd Hartmann, Chefstratege und Leiter CIO Office der VP Bank, stimmt ihm zu: „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es wenig ratsam ist, nur auf eine oder wenige Anlageklassen zu setzen. Der Wind an den Finanzmärkten dreht sehr schnell und die Märkte nehmen vieles bereits sehr früh vorweg. Investoren sollten daher eine stabile, breite Anlagestrategie verfolgen und an dieser diszipliniert festhalten.“

Die perfekte Anlagestrategie

Christian Zogg sagt, dass eine Anlagestrategie durch den Einsatz möglichst vieler verschiedener Anlageklassen voll abgeht: „Grundsätzlich zeichnen sich unsere Anlagestrategien durch den Einsatz möglichst vieler verschiedener Anlageklassen aus, die im Rahmen der individuell richtigen Anlagestrategie je nach Renditeerwartung, Risikotoleranz und Anlagehorizont gewichtet werden. Die beiden wichtigsten Kategorien bilden traditionell Aktien und Obligationen.“

Risiko oder Sicherheit – das ist hier die Frage

Christian Zogg erklärt: „Rendite und Risiko sind untrennbar miteinander verbunden. Wer mehr Rendite erwirtschaften will, muss bereit sein, höhere Wertschwankungen in Kauf zu nehmen.“ Also, je risikotoleranter und langfristiger die Geldanlage ist, desto mehr Aktien gehören ins Portfolio. Aber nicht vergessen, eine ausreichende Diversifikation ist wichtig. Die Frage nach Sicherheit oder Risiko ist eine persönliche Frage, die neben äußeren Faktoren auch mit der eigenen Persönlichkeit zu tun hat. Eine optimale Anlagestrategie ist immer individuell, bestätigt Gérald Moser. Bernd Hartmann bestätigt dies und erklärt weiter, dass die wichtigsten Einflussgrößen unabhängig vom Anlegertyp sind: „Wie viel Risiko bin ich bereit einzugehen (Risikobereitschaft)? Wie viel kann ich tragen (Risikotragfähigkeit)? Welche Nachhaltigkeitspräferenz habe ich? Eine Anlage sollte dabei nicht nur isoliert betrachtet werden, sondern immer im Kontext des Gesamtportfolios.“

Leave a comment