Sparen mit Upgrade
Geschenktes Geld landet oft auf dem Sparkonto. Wegen tiefer Zinsen ergänzen Familien dieses zunehmend mit Fonds und ETFs. Für kurzfristige Ziele bleibt das Konto die Safe Base, langfristige Anlagen brauchen jedoch mehrere Jahre.
ETF-Plan im Trend
Regelmässige Einzahlungen ab 50 Franken können Risiken breit streuen und vom Zinseszins profitieren. Die Nachfrage nach digitalen ETF-Sparplänen und Neobanken steigt deutlich. «Dieser Anstieg war in den letzten Jahren rasant und nimmt weiter zu», sagt Vanguard-Manager Jonathan Decurtins. Weltweite Aktien-ETFs erzielten historisch rund sechs Prozent Rendite pro Jahr – bei möglichen Kursschwankungen.
Rechtlicher Reality-Check
Läuft das Depot auf den Namen des Kindes, gehört das Vermögen sofort ihm. Eltern verwalten es nur bis 18 und dürfen es nicht für eigene Engpässe oder Unterhaltspflichten verwenden. Danach kann der Nachwuchs frei entscheiden – auch über einen Sportwagen statt Weiterbildung.
Finanzwissen statt Lotto-Vibe
Wer Kontrolle behalten will, führt das Depot selbst und überträgt später. Fachleute empfehlen frühe Finanzbildung: «Im Idealfall versteht das Kind schon vor 18, wie der Zinseszins wirkt, und lässt das Geld dann, wenn es nicht sofort benötigt wird, einfach weiter für sich arbeiten.»
