Völkerrecht: «Wir schaffen diese Krise»

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(Bild: Christian Wenaweser und Christoph Safferling waren sich an der Podiumsdiskussion über die Wichtigkeit des Völkerrechts für Liechtenstein einig.)

Völkerrecht unter Druck

Das Amt für Auswärtige Angelegenheiten diskutierte gestern internationale Machtpolitik und 80 Jahre Nürnberger Prozesse. Strafrechtsprofessor Christoph Safferling bezeichnete diese als «Neubeginn im Völkerrecht»: Seither können auch staatliche Entscheider persönlich belangt werden – Souveränität als Schutzschild ist damit out.

Liechtensteins klare Linie

Aussenministerin Sabine Monauni betonte die Relevanz für das Fürstentum: «Völkerrecht ist für uns nicht bloss ein theoretisches Konstrukt». Angesichts der angespannten Weltlage mahnte sie: «Wir dürfen uns keinen Illusionen hingeben». Für Liechtenstein seien internationale Regeln zentral, da der machtpolitische Einfluss begrenzt sei.

Gerichtshof im Fokus

In der Podiumsdiskussion mit UNO-Botschafter Christian Wenaweser stand der Internationale Strafgerichtshof im Zentrum. Safferling bleibt trotz politischem Druck optimistic: «Wir werden diese Krise überwinden, dann wird die Vernunft wieder einkehren». Nötig seien Support, Selbstkritik und eine einheitlichere EU-Kommunikation.

Wenaweser fasste die Position zusammen: «Für uns geht es nicht ohne Völkerrecht».

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