Viele fordern attraktive Energiegemeinschaften

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(Bild: Solargenossenschaft äussert sich zum Elektrizitätsmarktgesetz.)

Gesetzes-Update

Liechtenstein plant eine Abänderung des Elektrizitätsmarktgesetzes zur Umsetzung der EU-Elektrizitätsbinnenmarkt-Richtlinie und rollt damit das Setup für «Bürgerenergiegemeinschaften». Die Solargenossenschaft setzt den Key-Claim: «Wenn Energiegemeinschaften attraktiv sein sollen, brauchen sie reduzierte Netzgebühren.» Die Regierung kontert im Bericht an den Landtag: «Die Regierung hält diesbezüglich fest, dass BEG in Liechtenstein anders als in der Schweiz keine vorgegebenen Preisnachlässe auf die Netznutzungspreise erhalten werden, weil das Stromverteilernetz auch auf Tage ohne Strom aus PVA ausgelegt werden muss».

Region-Compare und Stakes

Österreich liefert als Benchmark 28–64 Prozent weniger Netzentgelte für Community-Power; in der Schweiz gibt es 40 Prozent weniger auf gleicher Netzebene, sonst 20 Prozent. «In Liechtenstein werden in diesem Fall die kompletten Netznutzungskosten und weitere Abgaben in Rechnung gestellt», moniert Andi Götz. Warnsignal im Fazit der Genossenschaft: «Bleibt am Schluss nur Abrechnungsaufwand und Bürokratie, aber kaum ein finanzieller Nutzen, werden die Leute keine Energiegemeinschaften gründen. Dann bedeutet die Gesetzesänderung nur, dass man die EU-Vorgaben einhält, ohne dass sich daraus in der Praxis ein konkreter Nutzen ergibt.»

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