Cyberhit auf Staats-Register
Ein unbekanntes Hacker-Kollektiv hat in der Nacht auf den 30. Juli 2026 das staatliche Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen (VwbP) geknackt und Data-Copies von rund 31’000 Rechtsträgern gezogen. Nachdem dem Amt für Justiz Unregelmässigkeiten auffielen, ging das System sofort offline. Die Regierung aktivierte einen Krisenstab unter Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler. Das VwbP läuft seit 2021 und erfüllt die 5. EU-Geldwäschereirichtlinie gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Bankenverband: Big Deal, aber Banksafe bleibt zu
Der Liechtensteinische Bankenverband nennt klare Vibes: «Der Umfang des Vorfalls ist erheblich und darf nicht relativiert werden». Gefordert werden vollständige Aufklärung, transparente Kommunikation und «wirksame Konsequenzen». Gleichzeitig wird ein Hard Cut gezogen: «Die Sicherheit der Kundengelder und der Bankdienstleistungen sowie die Bankkundendaten sind vom Vorfall nicht betroffen.» Kontostände, Transaktionen oder Wertschriften seien gar nicht im VwbP.
Treuhandkammer im Support-Modus
Auch die Treuhandkammer sieht den Cybervorfall als serious und ist im engen Austausch mit den Behörden. Fokus: Members supporten, damit mögliche Auswirkungen auf die Kundschaft schnell gecheckt werden. Für ein abschliessendes Urteil werden die laufenden Ermittlungen abgewartet.
