Gerichts-Update: 29-Jähriger kriegt Knast wegen sexueller Nötigung
Alter, das ist echt heavy: Zwei Girls, 14 und 16 Jahre alt, haben letztes Jahr einen Trip mit einem Typen zum See gemacht. Da ist es zu sexuellen Moves zwischen dem Dude und den Mädels gekommen. Ob das zuerst okay für alle war, ist egal fürs Gericht. Sie haben ihm gezeigt, dass sie das nicht mehr wollen, aber er hat nicht gestoppt. Jetzt wurde der Typ zu drei Monaten Gefängnis verknackt, aber mit zwei Jahren auf Bewährung. Dabei hat der 29-Jährige schon eine Strafe am Hals, weil er letztes Jahr schon mal vor Gericht stand.
Gewittersturm und schlimmer Sturm im Leben der Girls
Um die Girls zu schützen, war die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen. Aber aus dem Urteil und der Anklage kommt die Story raus. Die Mädels sind in die Schweiz gefahren, um im See zu baden. Als ein Gewitter kam, haben sie den Angeklagten angerufen, um sie abzuholen. Aber sie sind noch zum Steger See gefahren. Im Auto hat es schon gezündet zwischen dem Typen und einem der Mädels. Am See hat er sich und die Mädels ausgezogen und sexuelle Handlungen an ihnen vorgenommen.
Die andere Seite der Geschichte
Ob das alles okay für alle war, darüber gibt es verschiedene Stories. Er hat gesagt, er hat die Mädels nicht unter Druck gesetzt oder genötigt. Alles war einvernehmlich. Sein Anwalt hat gesagt, er hat danach ein schlechtes Gewissen gehabt, weil er sich auf die Mädels eingelassen hat. „Dies, weil eines der Mädchen ihm noch anvertraut hat, dass sie bereits eine Vergewaltigung bzw. einen ähnlichen Vorfall in der Vergangenheit erlebt hat.“ Und deshalb hat er mehrmals gefragt, ob es für sie okay ist.
Rache oder Wahrheit?
Die Anwälte sehen die Anklage als Racheakt im Zusammenhang mit einem anderen Fall. „Erst nach dieser Aussage kamen von Seiten der Mädchen Vorwürfe gegen meinen Mandanten“, sagt die Anwältin. „Mein Mandant hat seit diesem Vorfall acht Kilo abgenommen und war vier Monate im Krankenstand“, hat sie noch erwähnt. Er hat Angst alleine zu Hause zu sein. Er war wohl bedroht, deshalb hat er gesagt: „Ich hoffe, dass die Drohnungen gegen mich damit auch ein Ende haben.“
Die Meinung der Staatsanwaltschaft
Der Staatsanwalt glaubt nicht an die Rache-Theorie. Er meint, dass der Typ ein „Faible“ für junge Mädels hat. „Sie wollten nicht sehen, dass die Mädchen ab einem gewissen Punkt nicht mehr weitermachen wollten. Sie haben ihren Willen nicht beachtet.“
Das Urteil
Der Richter glaubt den Mädels. „Sowohl ihre Handlungen wie auch ihre Aussagen lassen darauf schliessen, dass sie keine weiteren sexuellen Handlungen wollten.“ Sie haben Sachen gesagt wie „Lass es sein!“ oder „Ich will nicht!“. Beide sind dann auch abgehauen. „Sie haben dennoch in Kauf genommen, dass sie gegen ihren Willen handeln“, so der Richter an den Angeklagten. Ob die Mädels ihm zuerst Hoffnungen gemacht hätten oder am Anfang okay mit allem waren, spielt keine Rolle. „In dem Moment, in dem ein ‹Nein› fällt, müssen die Handlungen beendet werden – sonst machen sie sich strafbar.“
