Ueberraschendes Ergebnis: US-Zoelle haben Liechtenstein im letzten Jahr mehr geflasht als die Schweiz

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(Bild: Auch eine Frage der Diplomatie: die amerikanische Handelspolitik.)

US-Tarif-Drama 2025

Die US-Zollpolitik 2025 war full on trending topic. Trotz Zollunion bekamen Liechtenstein und die Schweiz unterschiedliche US-Tarife: Für Liechtenstein wie für die EU «nur» 15 Prozent, für die Schweiz satte 39 Prozent.

Plot-Twist bei den effektiven Zöllen

Das Monatsbriefing der Stiftung Zukunft.li zeigt den Mindfuck in Zahlen: Liechtenstein zahlte übers ganze Jahr 2025 effektiv mehr Zölle auf US-Exporte als die Schweiz. Im August lag der effektive Zollsatz der Schweiz bei 7,3 Prozent, Liechtenstein zahlte 19,5 Prozent, wie Daten der US International Trade Commission zeigen.

Wirtschaftsstruktur als Gamechanger

Die Erklärung ist laut Gerald Hosp simpel: Viele Branchen waren ausgenommen, etwa Pharmazeutika, bestimmte Chemikalien und Gold – Export-Bangers der Schweiz. Liechtensteins US-Exporte hängen stark an Stahl und Aluminium, dafür galten schon ab März 2025 generelle 50-Prozent-Tarife. Hosp fasst zusammen: «Wie Zölle wirken, hängt nicht nur von der Höhe, sondern auch von der Wirtschaftsstruktur des Exportlandes ab.»

Ausblick 2026

Die neue Vereinbarung mit den USA bewertet Hosp positiv, aber: Zölle bleiben höher als vor Trump. «Das Beste wäre, wenn die Zusatzzölle auf Metall und Metallprodukte, welche die USA aber weltweit verhängen, zurückgenommen würden.» Seine Forecast: «Auch 2026 werden willkürliche Wendungen eine Konstante in der Handelspolitik bleiben.»

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