Mental Health Boom bei IV
Die Zahl der jungen Leute mit IV-Rente geht in Zürich steil – innerhalb von zehn Jahren fast doppelt so viele. Auch Liechtenstein spürt den Trend: «Wir haben in den letzten Jahren gespürt, dass die psychischen Erkrankungen auf dem Vormarsch sind.» Von den 2112 IV-Rentnern im Land haben 1182 ein psychiatrisches Gebrechen. Bei den 18- bis 30-Jährigen liegt der Anteil bei 5 Prozent, während zwei Drittel der Betroffenen schon über 50 sind.
Anträge und Action
Die Anträge auf Früherfassung sind allein im letzten Jahr um satte 37,7 Prozent gestiegen, seit 2020 sogar um 73 Prozent. Junge Erwachsene sind mit 15 Prozent dabei. Insgesamt gingen 2024 ganze 668 Anträge auf berufliche Wiedereingliederung oder Rente ein, ein Plus von 20,6 Prozent zum Vorjahr. Erfolgsquote? «Je länger jemand weg aus dem Arbeitsmarkt und ohne Eingliederungsmassnahmen ist, desto schwieriger wird es.»
Neue Moves im System
In der Schweiz läuft die Debatte: IV-Rente unter 30? Maybe bald nicht mehr! Stattdessen wäre ein Eingliederungsgeld am Start. Hasler: «Gerade bei psychiatrischen Erkrankungen wäre es in gewissen Fällen hilfreich, auch etwas mehr Zeit zu haben.»
