Radio L im beef mit dem Landtag
Yo, der Liechtensteinische Rundfunk (LRF) hat in letzter Zeit echt Stress mit dem Landtag. Sogar der Regierungschef, Daniel Risch, hat bemerkt, dass Radio L nicht alles drauf hat, was es laut Gesetz sollte. Manuela Haldner-Schierscher von der Freien Liste hat sich gefragt, ob die Leute von Radio L die Kritik von der Politik nicht mitkriegen. Sie meinte, dass der Sender in letzter Zeit einige Beiträge rausgehauen hat, die cringe waren, weil sie voller Fehler waren. Sie fragte, ob es bei Radio L kein Vier-Augen-Prinzip gibt und warum da nicht besser recherchiert wird.
Money, Money, Money
Aber weißt du was? Sie hat sich mega schwergetan, mehr Geld für Radio L zuzustimmen. Sie fragte, wie man das rechtfertigen kann, immer mehr Kohle reinzustecken, wenn die Leistung nicht besser wird. Am Ende hat sie aber doch zugestimmt, weil weniger Budget auch nicht wirklich hilft.
Der Landesbeitrag für den LRF wird nächstes Jahr auf 3,35 Millionen Franken steigen. Das ist eine Erhöhung um 683.000 Franken im Vergleich zu 2023. Schon im September musste das Parlament den Sender mit 600.000 Franken vor dem Konkurs retten. Aber jetzt sieht es so aus, als ob noch mehr Geld nötig sein wird, um Radio L am Laufen zu halten.
Die finanzielle Situation ist echt noch sus geworden, weil die Werbeeinnahmen immer weiter sinken und noch Geld für ein Gerichtsverfahren wegen der Entlassung der Journalistin Petra Matt zurückgelegt werden muss.
Vertrauen? Fehlanzeige
Thomas Vogt von der VU hat im Landtag gesagt, dass sein Vertrauen in die Budgetplanung von Radio L echt gesunken ist. Er meinte, er glaubt nicht, dass es in Zukunft besser wird. Aber er und 20 andere Abgeordnete haben das trotzdem durchgewunken.
Radio L bekommt jetzt etwa 70 Prozent von dem Geld, das Liechtenstein nächstes Jahr für Medien ausgibt. Das sind rund 140.000 Franken pro Mitarbeiter von Radio L, während die privaten Medien nur etwa 20.000 Franken pro Mitarbeiter bekommen, hat Thomas Rehak von der DpL ausgerechnet.
Stimmt die Verteilung?
Rehak findet die Verteilung nicht fair und hat vorgeschlagen, den Landesbeitrag für Radio L auf 2,75 Millionen Franken zu begrenzen. Die Differenz soll dann für die Förderung privater Medien verwendet werden. Aber Johannes Kaiser von der FBP, der selbst Medienunternehmer ist, hat gesagt, dass das zwar eine nette Idee ist, aber nichts bringt. Die Förderung für private Medien kann man nämlich nicht einfach so erhöhen.
Medienministerin Sabine Monauni hat die Abgeordneten daran erinnert, dass sie sich im September dafür ausgesprochen haben, Radio L zu erhalten. Sie sagte auch, dass sie glaubt, dass die Kritik aus dem Landtag bei Radio L gehört wird.
Was passiert, wenn das Budget gekürzt wird?
Wenn das Budget für Radio L jetzt gekürzt wird, wird sie nächstes Jahr mit einem Nachtragskredit kommen, hat die Ministerin gesagt. Daraufhin hat Thomas Rehak gedroht, das Rundfunkgesetz per Volksabstimmung abzuschaffen. Er meinte, wenn sie den Landesbeitrag kürzen, wird Radio L nächstes Jahr Geschichte sein. Und dann können sie nicht sagen, dass sie ein Medium abgeschafft hätten. Das hätten sie dann selbst zu verantworten.
Die DpL hatten schon im letzten Sommer angekündigt, dass sie Radio L privatisieren wollen. Aber der Antrag, den Landesbeitrag zu kürzen, wurde klar abgelehnt. Nur Rehak und drei andere Abgeordnete haben dafür gestimmt.
