Dürre-Mode im Ländle
In Liechtenstein läuft aktuell der Dry-Spell: Hitze plus Zero-Rain setzen vor allem kleinen Bächen massiv zu. Das Amt für Umwelt hat deshalb Anfang Juli die Wasserentnahme aus Esche, Scheidgraba mit Zuflüssen und Spiersbach bis zur Möhlibach-Mündung limitiert; Oberaubach, Kappelebach und Schmettakanal sind bereits full blocked.
Ökosysteme im Stress
«Das Amt für Umwelt beurteilt die aktuelle Situation als angespannt», erklärt Roland Jehle. Kleine Gewässer haben Low-Level-Wasserstände, einzelne Abschnitte sind schon komplett ausgetrocknet. «Die geringeren Abflüsse und die hohen Wassertemperaturen belasten insbesondere Fische und andere Wasserlebewesen. Einzelne Gewässerabschnitte sind bereits ausgetrocknet, und es waren entsprechende Noteinsätze erforderlich.»
Felder vs. Flow
Die Landwirtschaft braucht mehr Bewässerung, darf aber wegen der Tiefstände weniger aus Bächen ziehen. Workaround laut Jehle: «Unter bestimmten Voraussetzungen kann Wasser über Hydranten bezogen werden.»
Tap läuft, Future tricky
Beim Trinkwasser aktuell no panic: «Die Trinkwasserversorgung ist dank des leistungsfähigen Versorgungsnetzes und des landesweiten Verbundsystems derzeit nicht beeinträchtigt», so Jehle. Gleichzeitig gelte: «Liechtenstein muss sich deshalb langfristig auf eine veränderte Wasserverfügbarkeit einstellen und entsprechende Massnahmen ergreifen.»
