Leaks in Triesen
In Triesen sind vertrauliche Infos mit Amtsgeheimnis-Schutz an die Öffentlichkeit gelangt. Zuerst nahm der damalige VU-Parteipräsident Thomas Zwiefelhofer in einer «Parteienbühne» des «Vaterlands» den GPK-Bericht zu Vorwürfen gegen Vorsteherin Daniela Erne-Beck vorweg. Der Bericht war damals nur für Regierung und Gemeinderat bestimmt und wurde erst Monate später online veröffentlicht.
Forensik-Deal vorzeitig publik
Ein zweiter Leak betraf den Auftrag für die forensische Untersuchung des im Dezember 2025 bekannt gewordenen Kassenbetrugs. Das «Vaterland» berichtete vor den Gemeinderatsprotokollen über den Zuschlag an Ernst und Young und dessen Mandatsniederlegung.
Ermittlungen im Dead End
Die Staatsanwaltschaft eröffnete zwei Verfahren gegen Unbekannt wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses, stellte sie aber Ende August beziehungsweise Ende September ein. Leitender Staatsanwalt Frank Haun erklärt: Die Verfahren wurden «deshalb abgebrochen, weil im Zuge der durchgeführten Vorerhebungen keine Täter ermittelt werden konnten und keine weiteren Anhaltspunkte mehr für die Ausforschung der Täter gegeben sind».
Journalisten müssen ihre Quellen laut Strafprozessordnung nicht offenlegen.
