US-Sanktionen gegen Russland-Unterstützer
Kurz vor dem G7-Gipfel im Juni haben die USA über 300 Personen und Firmen auf die Sanktionsliste gesetzt, weil sie Russland beim Ukraine-Krieg geholfen haben. Darunter auch die Sentimare Enterprises Limited aus Zypern, mit Verbindung nach Liechtenstein. Ein Treuhänder aus Triesen war bis zum 21. Juni Verwaltungsrat der Sentimare.
Rücktritt und Sanktionen
Der Treuhänder erklärte, dass er am 21. Juni als Verwaltungsrat zurückgetreten ist, aber die Austragung aus dem zypriotischen Handelsregister kompliziert sei. Die Sanktionierung der Sentimare durch die USA erfolgte jedoch schon am 12. Juni, was auf den Druck der Sanktionen hinweist.
Verbindungen zu Oligarch Potanin
Die Sentimare steht laut US-Regierung in Verbindung mit vier liechtensteinischen Stiftungen, die ebenfalls sanktioniert wurden und Verbindungen zum russischen Oligarchen Wladimir Potanin haben. Potanin ist CEO des russischen Bergbaukonzerns Norilsk Nickel, dessen Rohstoffe für viele EU-Industrien wichtig sind, weshalb die EU bisher keine Sanktionen gegen ihn verhängt hat.
Reaktionen der Treuhandbüros
Ein Vaduzer Treuhandbüro, das ebenfalls auf der Sanktionsliste steht, hat sich seit der ersten Jahreshälfte 2023 von den betroffenen Stiftungen getrennt. Der Anwalt des Büros betonte, dass alle involvierten Personen zurückgetreten sind und keine aktuelle Verbindung zu den Stiftungen oder dem Stifter besteht.
