Tourismus kommt an sein Limit

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Ist klassischer Tourismus noch zeitgemäss? Ausflügler und Touristen auf dem Stanserhorn in Nidwalden (Bild: URS FLUEELER)

Tourismus-Game: Level Up oder Game Over?

Die Schweizer Tourismusbranche ist nach dem Corona-Lag wieder im Full Mode: Zahlen wie vor 2020, manche Spots feiern sogar All-Time-Highs. Trotzdem sehen Thomas Bieger, Pietro Beritelli und Christian Laesser von der Uni St. Gallen im Buch «Das Ende des Tourismus? – Tourismuslehre neu gedacht» einen echten Plot-Twist.

Overtourism und Zukunftsfragen

Die Forscher crew meint: «Der provokative Titel ‹Das Ende des Tourismus?› wurde bewusst gewählt, weil die traditionelle wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Sicht auf den Tourismus zunehmend herausgefordert wird». Classic Touri-Destinationen stoßen an ihre Limits, Klimakrise plus Proteste gegen Urlauber sorgen für Major Headaches. Die Negativ-Vibes für Natur und Locals dürfen laut den Autoren nicht mehr ignoriert werden.

Tourismus 2.0: Neue Vibes, neue Regeln

Bieger sagt: «Aufgrund des starken Wachstums des Tourismus entsteht an sehr vielen Orten die Wahrnehmung von Overtourism. Es stellt sich heute die Frage, ob und in welcher Form Tourismus überhaupt noch gefördert werden soll.» Freizeitverkehr und Family-Besuche zählen kaum noch als Oldschool-Tourismus. Die Autoren sehen: Travel-Motive sind flex, Services wichtiger als Orte – und Tourismus-Organisationen müssen vielleicht ihr ganzes Konzept switchen.

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