Tiere müssen leider vorsorglich gekillt werden

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Warnungstafel bei einem von der Maul- und Klauenseuche verseuchten Bauernhof in der Schweiz

Vogelgrippe-Epidemie

Zwischen 11. Juni und 9. September 2022 wurden in 16 EU-/EWR-Ländern und dem UK 788 Fälle von Vogelgrippe gemeldet. Besonders betroffen: Küstenregionen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und dem UK. Laut ECDC-Bericht: fast 2500 Ausbrüche in Geflügelhaltungen, 48 Millionen Tiere wurden vorsorglich getötet. Die schwerste je erfasste Epidemie in Europa, mit einem riesigen geografischen Ausmaß. Auch wenn Tierseuchen selten auf Menschen übergehen, sind sie dennoch schwer betroffen.

Maul- und Klauenseuche in Liechtenstein

Maul- und Klauenseuche (MKS), hoch ansteckend, wurde in einem europäischen Land diagnostiziert. Sofort reagierte das BLV mit Importrestriktionen. Trotzdem: Fünf Betriebe in Liechtenstein betroffen, Schutz- und Überwachungszonen (3 resp. 10 km) umschließen fast das ganze Land. Verkehr mit Tieren und Tierprodukten nur noch in Ausnahmefällen. Landesführungsstab, Polizei und Feuerwehr aktiv, Veterinäramt hat den Lead. Tiere werden gekeult, Dekontaminationsarbeiten folgen. Liechtenstein fordert Hilfe aus der Schweiz an. Nach drei Monaten zeigen Maßnahmen Wirkung, keine neuen Seuchenherde mehr, Schutz- und Überwachungszonen werden abgebaut. Landwirtschaft erholt sich nur langsam.

Fakten

– Häufigkeit: 1 mal in 70 Jahren
– Todesopfer: Keine
– Umweltschäden: Minimale Beeinträchtigungen
– Vermögensschäden: Kosten durch Untersuchungen, Isolation, Schutzzonen, Tötungen, Dekontamination
– Wirtschaftliche Einbußen: Verlust von Zuchttieren, Handelsbeschränkungen, Vertrauensverlust in Landwirtschaft
– Verunsicherung in Bevölkerung: Angst vor ungenügenden Lebensmittelkontrollen, skeptische Reaktionen auf landwirtschaftliche Produkte

Maßnahmen und Folgen

MKS-Virus verbreitet sich schnell durch direkten Kontakt oder indirekte Übertragungswege wie verschmutzte Schuhe/Kleidung. Sperrmaßnahmen verhindern Verschleppung. Bei betroffenen Tieren: Fieber, Blasen im Maul/Klauen, schmerzhafte Wunden. Produkte von verseuchten Tieren können neue Seuchenzüge auslösen.

Schlussfolgerung

Die Landwirtschaft kämpft mit den Nachwirkungen, Maßnahmen zeigen Erfolg, Bevölkerung bleibt verunsichert.

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