Technische Vorbereitungen sind im Gange und Auswirkungen werden erwartet
Jetzt wird’s technisch, die Spielbanken müssen sich für den Launch vorbereiten. Das bedeutet, dass Casino-Fans, die in der Schweiz auf der Blacklist stehen, auch in Liechtenstein aus dem Spiel sind und umgekehrt. Das könnte einigen Casinos ziemlich weh tun, denn fast zwei Drittel der Besucher kommen aus der Schweiz. Die Regierung erwartet, dass die Einnahmen um bis zu 30 Prozent sinken könnten.
Kritische Stimmen zum Abkommen
Die Casino-Bosse in Liechtenstein sind nicht so amused über das Ganze. Markus Kaufmann, Präsident des Casino-Verbands, nennt das Abkommen sogar «Augenwischerei». Die liechtensteinischen Spielbanken werden sich nicht dagegen sträuben, denn Spieler-Schutz ist ihnen wichtig. Doch laut Kaufmann wird die neue Regelung keinem einzigen Spielsüchtigen helfen. «Diesbezüglich ändert der Sperrlistenaustausch also wenig bis nichts.» Er glaubt, dass die Attraktivität der liechtensteinischen Casinos, wie kostenlose Parkplätze und Getränke, der wahre Magnet für die Schweizer Gäste ist.
Zukunft der Casinos nach dem Sperrlistenaustausch
Kaufmann befürchtet, dass Spielsüchtige einfach nach Deutschland oder Österreich abhauen werden. Und im Internet oder in Hinterzimmern von Lokalen gibt es kaum Regulierungen. Deshalb fordert der Casino-Verband, den Sperrlistenaustausch auf Deutschland und Österreich auszuweiten. Ob das passiert, steht noch in den Sternen. Es könnte auch sein, dass Liechtensteins Casinos noch mehr Regulierungen erwarten müssen, abhängig von den finanziellen Auswirkungen des Sperrlistenaustausches.
