Strafrechtliche Verfolgung von Queers kommt auf den Prüfstand

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(Bild: Female couple on a sidewalk

Throwback: Queerness vor Gericht

In Liechtenstein wurden zwischen 1860 und 2001 insgesamt 112 Personen wegen gleichgeschlechtlicher Handlungen strafrechtlich verfolgt. Die freshen Zahlen stammen aus einem Forschungsprojekt des Liechtenstein-Instituts, präsentiert von Lukas Ospelt. Er hatte bereits 2024 analysiert, wie weit Liechtenstein beim Thema Rehabilitierung dem österreichischen Modell followen sollte.

Government-Mode: Wait and See

Die Regierung will die Studie erst komplett durchchecken und danach entscheiden, ob ein Gesetz nötig ist. Das Ministerium für Gesellschaft und Justiz teilt mit: «Wir sind über das Forschungsprojekt zur strafrechtlichen Verfolgung homosexueller Personen informiert. Die entsprechenden Ergebnisse liegen uns aktuell allerdings noch nicht vor» und weiter: «Sobald die Prüfung der Studie und der damit zusammenhängenden rechtlichen und praktischen Fragen abgeschlossen ist, werden wir über das weitere Vorgehen entscheiden.»

Austria als Template

Österreich hat 2024 ein Rehabilitierungs- und Entschädigungsgesetz durchgezogen. Justizministerin Zadić erklärte: «Es ist beschämend,dass queere Menschen in Österreich bis ins 21. Jahrhundert strafrechtlich verfolgt wurden.» Ospelt sieht die Übernahme einer adaptierten Version als fair, betont aber hohe Kosten, admin workload und die Aufgabe des Gesetzgebers, das «Für und Wider» zu balancen.

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