Steuer-Update: Grundstücks-Tausch im Fokus
Die Schweizer Regierung plant, das Steuergesetz zu tweaken. Ziel: Tauschgeschäfte von Grundstücken sollen künftig wie zwei Verkaufsgeschäfte besteuert werden. Grund: Bisher gab’s da ’ne Sonderbehandlung, die zu unfairen Vorteilen führte.
Kritik und Kompromiss
Kritik kam von Unternehmen und Gemeinden. Tauschdeals sind wichtig für die Raumplanung, z.B. um Flächen für Trottoirs zu sichern. Private Eigentümer geben ihre Grundstücke oft nur im Tausch gegen gleichwertige Flächen ab. Grundstücksgewinnsteuern könnten solche Deals killen, es sei denn, die öffentliche Hand übernimmt die Steuer.
Regierung lenkt ein
Die Regierung bietet einen Kompromiss: Tauschgeschäfte bleiben steuerfrei, aber nur, wenn die Grundstücke mindestens fünf Jahre gehalten wurden. Damit soll Missbrauch vermieden werden.
Immobilienbranche unzufrieden
Immobilienhändler und -entwickler sind wenig amused. Sie meinen, die Abschaffung der Sonderregelung bremst den Markt und erhöht die Immobilienpreise.
Steueraufschub für Eigenheime
Positiv: Ein Steueraufschub soll kommen, wenn jemand seine selbstgenutzte Immobilie verkauft und eine neue kauft. Beispiele: Ein Ehepaar verkleinert sich nach dem Auszug der Kinder, oder jemand zieht nach der Familiengründung von der Wohnung ins Haus.
Die Änderungen werden im September im Landtag diskutiert.
