Die coole Schulsozialarbeiterin und Mentalcoach, Andrea Graf, die auch mal Suchtberaterin war, wird am 6. März in Triesen ne deep Talk halten. Thema: Wie Eltern den Selbstwert von Kids pushen und das Selbstvertrauen positiv boosten können. Sie hat schon mal ein paar Fragen dazu beantwortet:
Chilliges Selbstbewusstsein und fester Selbstwert?
Andrea Graf, ist es true, dass Kids mit coolen Selbstbewusstsein und stabilen Selbstwertgefühl besser mit sich selbst, dem Leben und anderen Menschen klar kommen?
Andrea Graf: Ja, das ist safe. Kids, die ein starkes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen haben, gehen optimistisch durchs Leben, knüpfen positive Connections und rocken Herausforderungen.
Was zeichnet ein Kid mit gesundem Selbstwertgefühl aus?
So ein Kid ist cool mit sich selbst, kann easy allein sein, aber geht auch gerne auf andere zu. Es kann sowohl positive als auch kritische Beziehungen führen und braucht keine externe Bestätigung, um sich wertvoll zu fühlen.
Und wenn der Selbstwert nicht so fly ist?
Kids mit einem low Selbstwert können unsicher rüberkommen, scared oder dominant sein, um ihre Unsicherheit zu kaschieren. Sie haben Schwierigkeiten, mit Challenges umzugehen und neigen dazu, negative Vibes auf sich zu beziehen.
Wie kann man das Selbstbewusstsein von Kids stärken?
Wir alle kommen mit Charaktereigenschaften und einem individuellen Vibe auf diese Welt. Es gibt Kids, die schon immer eher scared, shy, vorsichtig und pessimistisch sind. Und es gibt Kids, die von Natur aus mutig, self-confident, zielgerichtet und optimistisch sind. Aber wir können uns ein Leben lang neue Eigenschaften und Skills aneignen. Das Selbstvertrauen wächst mit der Qualität unserer Performance. Das heißt, wir können das Selbstvertrauen beeinflussen und entwickeln. Success Stories, Recognition und Admiration stärken es. Und genau das können wir als Eltern unseren Kids bieten.
Und das Selbstwertgefühl von Kids?
Die Entwicklung eines gesunden und stabilen Selbstwerts ist etwas more complex. Aber auch hier haben Eltern viele Possibilities, positiv Einfluss zu nehmen. Zwei Key Elements sind das aufmerksame Wahrnehmen und verlässliche Befriedigen von Grundbedürfnissen wie sichere Connection und Schutz, Autonomie und Selbstwirksamkeit, Limits und Selbstkontrolle, Wertschätzung und Selbstachtung, Spiel, Fun und Spontaneität sowie das Erkennen und Begleiten von Emotionen wie Joy, Angst, Trauer und Wut.
Was ist die Rolle der Eltern bei der Development des Selbstvertrauens ihrer Kids?
They play a key role, indem sie ihren Kids positive Experiences bieten, ihre Bedürfnisse respektieren und empathisch auf ihre Emotionen reagieren. Die Kids brauchen uns Adults, um ihnen dabei zu helfen, Gefühle zu erkennen und einzuordnen. Die Challenge für uns Adults ist es, diese Emotionen zu handeln, ohne sie zu bewerten. Durch Recognition und Ermutigung können Eltern das Selbstvertrauen ihrer Kids stärken.
Gibt es auch andere Activitäten außerhalb der Fam, die das Selbstvertrauen von Kids fördern können?
Ja, zum Beispiel bietet Sport die Möglichkeit, vielseitige positive Experiences zu sammeln. Man kann sich Goals setzen und diese erreichen, als Team zusammenhalten und sich weiterentwickeln. Man muss sich durchsetzen und auch einen Umgang mit Failures lernen, um über sich hinauszuwachsen. Auch das Lernen eines Instruments oder das Mitspielen in einer Theatergruppe und viele andere Dinge haben einen positiven Einfluss.
Welche Rolle spielt das Suchtverhalten dabei?
Die Entwicklung eines Suchtverhaltens wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Gerade wenn wir die digitalen Medien checken, sehen wir, dass der Markt ein gigantisches Angebot hat und dass Apps und Games darauf getrimmt sind, uns möglichst lange zu catchen. Da haben auch selbstbewusste Adults Probleme, gesunde Limits zu setzen. Welche Auswirkungen der Media-Consumption von uns Eltern auf unsere Kids hat, ist noch nicht ganz erforscht. Aber man kann sich vorstellen, dass das Selbstbild von Kids beeinflusst wird, wenn die Eltern ständig auf einen Screen starren, anstatt die volle Aufmerksamkeit dem Kid zu geben.
Wie können Eltern diesbezüglich präventiv wirken?
Eltern können viel machen, zum Beispiel Role Models sein, die Grundbedürfnisse unserer Kids befriedigen, aufmerksam zuhören und Interesse zeigen. Die Bemühungen der Kids honorieren, ihnen Sicherheit geben, Neues ausprobieren und altersgerechte Entscheidungen treffen lassen. Aber auch Fehler zulassen, sich gemeinsam über Erfolge freuen, Rückschläge verkraften, Vergleiche vermeiden, über Gefühle sprechen und unsere Kids unconditional lieben.
Veranstaltungshinweis
Die Elternvereinigung Triesen organisiert am Mittwoch, 6. März, um 19 Uhr, einen Talk zum Thema «Selbstvertrauen und Selbstwert von Kindern stärken zur Prävention von Suchtverhalten» in der Aula der Primarschule. Der ist für Eltern, Erziehungsberechtigte und Bezugspersonen von Kids im Primarschul- und Teenageralter. Anmeldung bis 28. Februar per E-Mail an info@ev-triesen.li. (bc)
