Staat plant Bürokratie-Abbau bei grossen Infrastruktur-Projekten

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(Bild: Baustellenkoordinatoren übernehmen während den Arbeiten eine wichtige Sicherheitsrolle.)

Update zum Baustellen-Game

In Liechtenstein wird das Bauarbeitenkoordinationsgesetz nach über 20 Jahren geupdatet. Offiziell geht es um mehr Safety auf den Baustellen, parallel aber auch um den «Wunsch nach Abbau bürokratischer Hürden». Die Revision orientiert sich an Österreich und soll besser zur aktuellen Bau-Praxis passen.

Weniger Paperwork, mehr Risiko?

Die Bewilligungspflicht für Koordinatoren bei «grossen Bauprojekten» soll fallen. Damit werde laut Regierung die bisherige «doppelte Bewilligungspflicht» aufgehoben und der administrative Aufwand für Verwaltung und Firmen reduziert. Qualifikationen bleiben Pflicht, werden aber nicht mehr bei jedem Grossprojekt einzeln gecheckt. Fachorganisationen zweifeln, «ob diese mit dem Vorstoss tatsächlich reduziert werden».

Kritik aus Worker- und Expert-Corner

Der LANV warnt, die Standards dürften nicht auf die Minimalanforderung der EU sinken. Die LIA meint, tiefere Anforderungen seien «nicht zielführend». Wirtschaftskammer, Baumeisterverband und Holz-Dach-Verband verlangen weiter eine fundierte Ausbildung und laufende Weiterbildung.

Bussen, Power und Cash

Neu soll das AVW direkt Bussen verteilen; maximale Strafe wird von 50’000 auf 20’000 Franken gesenkt, bisheriges Strafmass sei «übertrieben». Eine Weisungsbefugnis für Koordinatoren wurde abgelehnt; bei Ignorieren bleibt nur der Weg übers AVW.

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