Solidarität mit Ukrainern bleibt trotz Kritik strong

2 Min Read
Wie es um die Solidarität mit ukrainischen Flüchtlingen in Liechtenstein steht

Massive Fluchtbewegung

Seit Kriegsbeginn sind rund sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflüchtet, berichtet das UNHCR. In Liechtenstein wurden bisher 1009 Asylgesuche gestellt. Die meisten Asylsuchenden sind Frauen, Minderjährige und ältere Leute.

Walch vom APA

Julia Walch vom Ausländer- und Passamt betont: „Einerseits besteht viel Solidarität mit den Geflüchteten aus der Ukraine. Andererseits integrieren sich die Geflüchteten hier im Land sehr gut.“ Doch es gibt auch kritische Stimmen: „In der öffentlichen Debatte hat sich auch die Frage gestellt, ob es nicht bereits sichere Gebiete in der Ukraine gibt, aus denen Menschen nicht flüchten müssten.“

Meinungen aus Vaduz

Eine Strassenumfrage in Vaduz zeigt gemischte Meinungen zur Solidarität mit ukrainischen Flüchtlingen.

Ein Bürger meint: „Es gibt solche, die sich integrieren, das finde ich gut. Aber es gibt auch solche, die den Flüchtlingsstatus ausnutzen.“

Ein anderer sagt: „Wir haben den Flüchtlingen Möbel gespendet. Auch andere sammeln. Es gibt aber auch Leute aus anderen Staaten, die es dingender nötig haben.“

Ein kritischer Kommentar lautet: „Der Krieg dauert schon lange und hört nicht auf. Wir nehmen Männer auf, die gar nicht in Kriegsgebieten gewohnt haben und eigentlich fit sind.“

Ein weiterer Kommentar: „Ich weiss nicht, wie es genau abläuft, finde es aber gut, wenn man sie aufnimmt. Das ist menschlich.“

Ein positiver Beitrag lautet: „Man sollte jeden akzeptieren, egal, woher er kommt und was in der Welt passiert.“

Zu den Autoren

Louis Schäfer, 29, aus Winterthur (CH) und Pia Burtscher, 25, aus Feldkirch (AT), absolvieren die 14. Medienakademie an der Universität Liechtenstein.

Zum Originalartikel

Leave a comment