Kick-off im Vaduzer Saal
Mit George Gershwins An American in Paris zündete das 8. Vaduz Classic im prall gefüllten Vaduzer Saal. Vibraphon und helle Flöten trafen auf dramatische Violinen sowie groovy Cello- und Basslines mit Cartoon-Vibes. Wiederkehrende Titelmelodie, dann hush-quiet Passagen, dazu tight geführte Tempo- und Dynamik-Switches unter dem designierten Dirigenten Dawid Runtz. Nahtloser Übergang in Rhapsody in Blue: starker Brass, perkussiver Drive, Swing- und Jazz-Flavor, gipfelnd in einem pompösen Finale des 50-köpfigen SOL.
Fazil Say liefert
Nach kurzem Umbau: Weltpianist Fazil Say mit Black Earth. Leiser Klarinetten-Start, Aufbau bis zum ersten Pomp-Peak, dann leichtes Piano-Solo; später ein rasantes Solo mit hörbarem Schuh-Tapping. Variationsreich mit treibenden Low-Strings, leisen Parts, neckischen Soli und swingenden Momenten sowie einem high-speed Klavierpart. Das SOL harmonierte eng, inklusive dramatischem Drumroll und String-Crescendo mit Gershwin-Note. Auf tosenden Applaus folgte eine längere Encore, experimentell im Flügelinnern gedämpft, weiter zu träumerischen und rhythmischen Phasen, ultra-leises Outro.
Finale à la Scheherazade
Rimski-Korsakows Scheherazade lieferte Harfen-Glow, träumerisches Violinsolo, spannungsgeladene Cellosoli, Drumrolls und pompöse Geigen. Brass-Duelle, Klarinettenmoment mit Pizzicato-Strings, Horn-Ruf wie Harbour-Arrival, langes Oboen-Solo. Wechsel zwischen pomp und ruhig mit Flöten und Harfen-Glissandi, polka-ähnliche Dance-Passagen mit Drums und Schellenkranz. Endgame: minutenlanges Finale mit ultra-hohen, kaum hörbaren Tönen, impulsiv dirigiert von Runtz. Abschluss mit tosendem Applaus, Jubel und Standing Ovations.
